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Linux-Verband begrüßt Entscheidung über Linux im Bundestag

Entscheidung belege die Spitzenstellung freier Software im Server-Bereich. Der Branchenverband der Linux-Unternehmen in Deutschland, LIVE Linux-Verband e.V., begrüßt die Empfehlung der Fachkommission des Deutschen Bundestages, die Server-Infrastruktur des Deutschen Bundestages vollständig mit freier Software auszurüsten. Die Entscheidung sei eine Weichenstellung für mehr Sicherheit, offene Standards und freien Wettbewerb in der IT und damit ein bedeutsamer Erfolg für das GNU/Linux-Betriebssystem und freie Software.
/ Jens Ihlenfeld
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"Mit der Empfehlung der IuK-Kommission für eine durchgängige GNU/Linux-Server-Infrastruktur zeigt sich erneut, dass das freie Betriebssystem und seine Applikationen heute im Server-Bereich eine Spitzenstellung einnehmen" , so der stellvertretende LIVE-Vorsitzende Johannes Loxen. "Die Mehrheit der Kommission folgt unserer Argumentation und hat sich für die technisch und strategisch überlegene Lösung entschieden."

Erfreulich sei, so Loxen weiter, dass die Kommissionsmehrheit in wesentlichen Punkten nicht den Empfehlungen der in diesem Zusammenhang erstellten Studien gefolgt sei, deren Ergebnisse für den Linux-Verband weder nachvollziehbar gewesen seien, noch mit den praktischen Erfahrungen der Mitgliedsfirmen in Übereinstimmung gestanden hätten.

Daniel Riek, Vorstandsmitglied von LIVE, bewertet in diesem Zusammenhang vor allem die Stellungnahme des Bundesrechnungshofes positiv, weil sie Auswirkungen auf alle Bundesbehörden und darüber hinaus haben werde. Nach diesem ausdrücklichen Votum für Linux könne niemand mehr freie Software bei der Auswahl von IT-Lösungen ausgrenzen. Damit sei der Weg frei für einen echten Wettbewerb auch auf Applikationsebene, an dem auch die deutsche Software-Branche mit neuen Chancen teilhaben könne, ohne von Monopolstrukturen behindert zu werden.

Dass die IuK-Kommission sich für die Beibehaltung der gewohnten Office-Umgebung ausgesprochen hat, sei zwar bedauerlich, aber mit Rücksicht auf die Gewohnheiten der Anwender verständlich, so Riek. Durch die Entscheidung für eine offene Infrastruktur einschließlich des standardkonformen OpenLDAP-Verzeichnisdienstes seien hier aber weiterhin auch mittelfristig alle Optionen offen.


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