Trierer Forscher wollen für fehlerfreie Mikrochips sorgen

Mathematisches Verfahren soll Fehler beim Chipdesign ausschließen

Ein junger Wissenschaftler des Instituts für Telematik hat ein mathematisches Verfahren entwickelt, mit dem Chiphersteller schon in der Entwicklungsphase in der Lage sein sollen, die Fehlerfreiheit von Mikroprozessoren und integrierten Schaltkreisen sicherzustellen. So sollen sich die mit Hardware-Fehlern gelegentlich verbundenen hohen finanziellen Risiken ausschließen lassen.

Artikel veröffentlicht am ,

Das vom Trierer Informatiker Dr. Harald Sack geschaffene neue Verfahren zur computergestützten automatischen Schaltkreis-Überprüfung erweitert die bislang genutzten Datenstrukturen der so genannten "geordneten binären Entscheidungsdiagramme (OBDDs)".

Stellenmarkt
  1. (Junior) IT-System-Engineer Microsoft (m/w/d)
    BUCS IT, Wuppertal
  2. ERP-Anwendungsentwickler und -betreuer (m/w/d)
    Th. Geyer GmbH & Co. KG, Höxter
Detailsuche

"Die anhaltende Miniaturisierung und explosionsartig zunehmende Komplexität von integrierten Schaltkreisen macht es für Entwickler immer schwieriger, absolut korrekt arbeitende Mikrochips zu gewährleisten", beschreibt Sack, der jetzt mit einer Doktorarbeit zu diesem Thema an der Uni Trier promovierte, die Lage in der Industrie.

Der Konkurrenzdruck zwischen den Herstellern führe zudem zu immer kürzeren Entwicklungszyklen. Welche fatalen Folgen fehlerhafte Chips haben könnten, sei der Öffentlichkeit erstmals Ende 1994 bewusst geworden, als in Intels Pentium-1-Prozessor der als "FDIV-Bug" bezeichnete Fehler in der Floating Point Unit aufgetreten sei. "Die dadurch ausgelöste Umtauschaktion kostete den Hersteller mehr als 475 Millionen US-Dollar", rechnet der Trierer Wissenschaftler vor.

Institutsdirektor Professor Christoph Meinel hat beobachtet, dass seither die Kette aufgetretener Fehler in Mikroprozessoren nicht abgerissen ist: "Nicht immer sind die Folgen so spektakulär wie damals", betont Meinel. Nach seinen Informationen existieren zu allen aktuellen Prozessoren Listen mit bekannten, aufgetretenen Fehlern, doch minderten diese die Einsatzfähigkeit der Chips nur in geringem Maße. Trotzdem sei es gerade bei sicherheitskritischen Anwendungen in Flug- oder Kraftfahrzeugen wichtig, Hardware-Fehler bereits möglichst früh im Designprozess zu erkennen. Hierfür sei das von Dr. Sack entwickelte Verfahren eine wichtige Voraussetzung.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Klimaforscher
Das Konzept der Klimaneutralität ist eine gefährliche Falle

Mit der Entnahme von CO2 in den nächsten Jahrzehnten netto auf null Emissionen zu kommen, klingt nach einer guten Idee. Ist es aber nicht, sagen Klimaforscher.
Von James Dyke, Robert Watson und Wolfgang Knorr

Klimaforscher: Das Konzept der Klimaneutralität ist eine gefährliche Falle
Artikel
  1. Apple-Kopfhörer im Vergleich: Airpods Pro oder Airpods 3 kaufen?
    Apple-Kopfhörer im Vergleich
    Airpods Pro oder Airpods 3 kaufen?

    Apple hat die aktuelle Generation der Airpods vorgestellt. Preislich sind sie nah an der Pro-Variante. Was ist der bessere Deal?
    Von Christian Hensen

  2. M1 Pro/Max: Dieses Apple Silicon ist gigantisch
    M1 Pro/Max
    Dieses Apple Silicon ist gigantisch

    Egal ob AMD-, Intel- oder Nvidia-Hardware: Mit dem M1 Pro und dem M1 Max schickt sich Apple an, die versammelte Konkurrenz zu düpieren.
    Eine Analyse von Marc Sauter

  3. Smartphone: Google soll Pixel-6-Produktion verdoppeln
    Smartphone
    Google soll Pixel-6-Produktion verdoppeln

    Google erwartet offenbar, dass das Pixel 6 stärker nachgefragt wird: Die Bestellungen sind doppelt so hoch wie die Produktion im Jahr 2020.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 16% auf SSDs & RAM von Adata & bis zu 30% auf Alternate • 3 Spiele für 49€: PC, PS5 uvm. • Switch OLED 369,99€ • 6 Blu-rays für 40€ • MSI 27" Curved WQHD 165Hz HDR 479€ • Chromebooks zu Bestpreisen • Alternate (u. a. Team Group PCIe-4.0-SSD 1TB 152,90€) [Werbung]
    •  /