XScale - Intel stellt neue Netzwerk-Prozessoren vor

Neue Generation von Prozessoren für Netzwerke und Massenspeicher

Intel kündigte auf dem Intel Developer Forum in San Francisco drei neue Prozessoren für Netzwerke an, die bis zu 16-mal schneller sind als die Vorgängerprodukte. Zusätzlich stellte Intel einen Prozessor für Storage-Lösungen vor, der doppelt so viele Daten transferieren soll wie heutige Modelle. Alle vier Produkte basieren auf der Intel-XScale-Architektur.

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XScale soll die Leistungsfähigkeit erhöhen und den Stromverbrauch der Prozessoren verringern, ohne dass es in voll gepackten Rack-Schränken zur Überhitzung kommt. Intel adressiert mit den neuen Prozessoren Privatanwender, Unternehmen und insbesondere Telekommunikations-Anbieter.

Die drei neuen Netzwerk-Prozessoren sind Teil der Intel Internet Exchange Architecture (IXA). Sie unterstützen verschiedene Anwendungen in Netzwerken wie beispielsweise im Bereich Sicherheit, Verschlüsselung und Management des Datenverkehrs mit Übertragungsraten von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde.

Die neue Prozessor-Familie umfasst dabei den Intel-IXP2800-Netzwerk-Prozessor für Hochgeschwindigkeits-Switches und -Router der nächsten Generation, den Intel-IXP2400-Netzwerk-Prozessor für Multiservice-Switches und ähnliche Anwendungen sowie den Intel-IXP425-Netzwerk-Prozessor für Datentransfer über DSL, Kabel- oder drahtlose Verbindungen.

Die IXP2800- und IXP2400-Netzwerk-Prozessoren arbeiten mit OC-192 (10 Gbps) bzw. OC-48 (2,5 Gbps) und verfügen über Hyper Task Chaining. Damit können Prozessoren mehrere Datenpakete parallel bearbeiten. Der IXP2800 ist dabei der erste Chip, der auf der 0,13-Micron-Technologie von Intel basiert.

Zudem stellte Intel den IOP321-I/O-Prozessor als Baustein für neue Massenspeichersysteme vor. Der Prozessor arbeitet mit 400 bzw. 600 MHz und ist für den Einsatz in hochleistungsfähigen Netzwerkspeicher-Anwendungen gedacht. Der geringe Stromverbrauch soll ein Kühlsystem überflüssig machen und das Single-Chip-Design Platz auf dem Motherboard sparen.

Der IOP321 unterstützt den PCI-X Bus für eine schnellere Datenübertragung zwischen Server und Speichergeräten. Außerdem soll der integrierte PCI-X-Bus Lösungen wie RAID-on-Motherboard-Implementationen (ROMB) auf einem einzigen Chip möglich machen.

Mehr als 30 Unternehmen kündigten ihre Unterstützung für die neuen Prozessoren an. Sie planen Bausteine, Software und Entwicklungs-Werkzeuge, die das Design von Produkten mit den neuen Prozessoren erleichtern sollen.

Die IXP2800- und IXP2400- Netzwerk-Prozessoren kosten zwischen 485,- und 695,- US-Dollar beziehungsweise 230,- und 360,- US-Dollar, je nach Geschwindigkeit. Muster sollen ab dem 3. Quartal zur Verfügung stehen und die Serienproduktion gegen Ende des Jahres aufgenommen werden. Der IXP425-Netzwerk-Prozessor soll bereits ab dem 2. Quartal getestet werden können. Er wird dann im 3. Quartal in Serienproduktion gehen und 25,- bis 45,- US-Dollar kosten.

Der I/O-Prozessor IOP321 ist für Systemhersteller (OEM) ab sofort zum Preis von 54,- US-Dollar bei 400 MHz bzw. 74,- US-Dollar bei 600 MHz erhältlich.

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