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Angetestet: Athlon-XP-PC mit GeForce4 MX ab 4. März bei Plus

MBO e-Force 415 mit Athlon XP, nForce-415-D-Mainboard und GeForce4 MX 420. Ab 4. März 2002 gibt es beim Lebensmittel-Discounter Plus ein neues PC-Komplettsystem vom deutschen Hersteller 4MBO. Für 999,- Euro erhält man eines der ersten Athlon-XP-Komplettsysteme mit nForce-415-D-Mainboard und GeForce4-MX-Grafikkarte.
/ Christian Klaß
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Der MBO e-Force 415 getaufte PC enthält den AMD-Prozessor Athlon XP 1800+ (1533 MHz), das MSI-Mainboard K7N415 Pro (NVidia-415-D-Chipsatz, 10/100 Fast-Ethernet, Modem, 2x USB 1.1, 5.1 Kanal Dolby-Digital-Sound), 256 MByte DDR-SDRAM, GeForce4-MX-420-Grafikkarte (64 MByte SDRAM, TV-Ausgang), 60-GByte/5400-U/Min.-Samsung-Festplatte, 24fach-CD-Brenner ASUS CRW-2410A (mit Buffer-Underrun-Schutz), Artec-16fach-DVD-Laufwerk und ein 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerk. Mit im Paket enthalten sind eine Chicony-Tastatur ("Internet Keyboard") und eine mechanische Microsoft-IntelliMouse mit Scrollrad. Als Software vorinstalliert sind das Betriebssystem Windows XP Home (dem Paket liegt eine Recovery CD bei), die Office-Software Star Office 5.2a, das CD-Brennprogramm Nero 5.5, die DVD-Wiedergabe-Software PowerDVD 3.0 und die AOL-Internet-Zugangs-Software in der Version 7.0. An gedruckten Handbüchern liegt eines für den PC (allgemeine Installations-Anleitung, Hilfestellungen und Ratgeber) und eines für das Mainboard bei.

Dank des mitgelieferten Anschlussschemas, des Handbuchs und der vorinstallierten Software ist die Inbetriebnahme des Systems schnell vollzogen. Kabel und Tastatur einstöpseln, vorhandenen Monitor anschließen und System starten. Beim Einschalten machen sich gleich die Lüfter des Systems und die Festplatte (bei Plattenzugriffen) bemerkbar – beide sorgen für eine unüberhörbare, aber akzeptable Geräuschkulisse. Wer einen leisen Rechner will, muss erheblich tiefer in die Tasche greifen – oder mit weniger Leistung auskommen. Beim Aufstellen der Chicony-Tastatur fiel auf, dass diese zu den weniger rutschfesten ihrer Art zählt, was jedoch auf ebenem Tisch nicht weiter ins Gewicht fällt. Die Tastatur bietet separate Knöpfe zum schnellen Aufrufen des Browsers, des E-Mail-Programms, der Windows-Suche, für die Lautstärke und zum Stummschalten der Tonausgabe. Die Maus bietet zwar keine optischen Sensoren, sondern eine normale Kugel, verrichtet jedoch anstandslos ihren Dienst auf der beigelegten Mausmatte.

Die Softwareausstattung gibt – abgesehen von der DVD-Wiedergabe-Software – keinen Anlass zur Klage: Windows XP Home wird sowohl Spielefans als auch Arbeitstieren gerecht, das kostenlose Star Office von Sun erledigt seine Aufgabe ebenso wie das kostenpflichtige Microsoft-Pendant, das Brennprogramm Nero nutzt die Funktionen des CD-Brenners aus und die AOL-Software lässt sich bei Bedarf deinstallieren. Die beigelegte DVD-Wiedergabe-Software PowerDVD 3.0 – aktuell ist die Version 4.0 – von Cyberlink allerdings scheint auf dem Rechner nur mit halber Kraft zu laufen: Die Hardware-Beschleunigung ist deaktiviert, die Möglichkeiten der GeForce4-MX-Grafikkarte werden nicht genutzt. Schaltet man die Hardware-Beschleunigung ein, verweigert die Software im Test nach einer obskuren Fehlermeldung die Wiedergabe. Ein Update, welches das Problem behebt, bietet Cyberlink derzeit nicht an. Da es sich nur um die Basis-Version der Software handelt, fehlt zudem die Unterstützung für analoge 5.1-Raumklang-Lautsprecher. Wer das System ernsthaft für die DVD-Wiedergabe nutzen will, sollte sich also nach einer anderen Software umsehen.

Der für übliche Büroanwendungen und Internet-Nutzung mehr als ausreichende Rechner kann sich auch im Spielebereich behaupten. Die Kombination aus Athlon XP, nForce-Mainboard und GeForce4-MX-420-Grafikkarte – im Grunde eine optimierte GeForce2 MX – bietet auch für neuere Spiele eine ausreichende Leistung (4110 3DMark unter 3DMark 2001SE bei 1024 x 768 Bildpunkten, 32 Bit Farbe). Lediglich passionierte Spielefans mit Hang zu hohen Grafikauflösungen (über 1024 x 786 Bildpunkte), schnellen 3D-Shootern und DirectX-8-Grafikeffekten werden nicht zufrieden sein. Falls die Ansprüche wachsen, bietet sich jedoch immer noch die Möglichkeit, die Grafikkarte durch eine bessere auszutauschen – allerdings verliert man dann laut 4MBO die Garantie.

Das Öffnen des PC-Gehäuses ist kein Problem: Riegel an der Rückseite hochschieben und schon können die Seitenplatten abgezogen werden. Lediglich beim Schließen erwies sich die Konstruktion als etwas hakelig, das Gehäuseteil ließ sich jedoch nach etwas Herumprobieren wieder einsetzen. In seinem Inneren wirkt das Gerät sehr aufgeräumt, die Kabel werden ordentlich und gebündelt durch das Gehäuse geführt.

Der MBO e-Force 415 ist ab 4. März 2002 deutschlandweit beim Lebensmittel-Discounter Plus für 999,- Euro inkl. 2-Jahres-Vollgarantie und Vor-Ort-Service in beschränkten Stückzahlen erhältlich. Im Plus-Online-Shop kann das Gerät bereits bestellt(öffnet im neuen Fenster) werden. Zeitgleich bietet Plus auch einen 17-Zoll-Monitor (199,- Euro), ein analoges 5.1-Kanal-Lautsprechersystem (69,- Euro), Stereo-Lautsprecher (9,99 Euro) und ein kombiniertes Lexmark-Farbtintenstrahldrucker/Scanner/Fax-Gerät (189,- Euro) für die USB-Schnittstelle.

Fazit:
Der MBO e-Force 415 kann trotz kleiner Schwächen wie bei den Betriebsgeräuschen und der DVD-Wiedergabesoftware überzeugen. Das Komplettsystem ist dank schnellem Prozessor, funktionsreichem Mainboard und mittelmäßiger Grafikleistung sowohl für Büroeinsatz als auch Unterhaltungs-Zwecke geeignet. Lediglich "Hardcore-Gamer" wird die Leistung der GeForce4-MX-420-Grafikkarte nicht überzeugen.


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