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EU-Kommission für das Internet der nächsten Generation

Europäische Kommission fordert zügige Einführung von IPv6

Die Europäische Kommission hat heute eine Mitteilung mit dem Titel "Internet der nächsten Generation - Vorrangige Maßnahmen beim Übergang zum neuen Internet-Protokoll IPv6" verabschiedet. In der Mitteilung wird ein europäischer Aktionsplan für die beschleunigte Einführung des Internet-Protokolls Version 6 (IPv6) gefordert.

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"IPv6 ist die technische Voraussetzung für das Zusammenwachsen von Internet und Mobilkommunikation, also einem Bereich, in dem Europa weltweit führend ist", erläutert Erkki Liikanen, das für Unternehmen und die Informationsgesellschaft verantwortliche Kommissionsmitglied. "Die Bedeutung von IPv6 für die Wettbewerbsfähigkeit Europas kann gar nicht überschätzt werden. Um IPv6 zu verwirklichen, muss Europa seiner erstklassigen Forschung nun ein entsprechendes politisches Engagement zur Seite stellen."

Jedes mit dem Internet verbundene Gerät besitzt eine IP-Adresse (Internet-Protokoll), also seine Internet-"Postadresse". Die heute verbreitete Version des Internet-Protokolls (IPv4) wurde in den 70er-Jahren konzipiert und ermöglicht etwas mehr als 4 Milliarden Adressen, was vor dem Beginn der Internet-Explosion mehr als genug war.

Heute reicht dies aber nicht mehr aus, um jeder Person in der Welt eine eigene Adresse zuzuordnen. Doch verschlimmert wird die Situation noch dadurch, dass die IPv4-Adressen nicht gleichmäßig verteilt sind: 74 Prozent der IPv4-Adressen wurden nordamerikanischen Einrichtungen zugewiesen, wobei zwei Universitäten (Stanford und MIT) jeweils mehr Adressen haben als die Volksrepublik China.

Es wird davon ausgegangen, dass der IPv4-Adressraum bis etwa 2005 ausgeschöpft sein wird. Darüber hinaus werden für künftige Internet-Entwicklungen wie die drahtlose Kommunikation zwischen Geräten, mobilen Computern und dem Mobilfunk der 3. Generation (3G) noch mehr dieser ohnehin knappen Adressen benötigt.

Das IPv4 stehe der Entwicklung einiger diese neuen Systeme im Wege, was ernste Auswirkungen auf die weltweit führende Stellung Europas in der Mobilkommunikation habe, so die Kommission. Deshalb sei IPv4 zu einem Bremsklotz sowohl für die Entwicklung der weltweiten Informationsgesellschaft als auch einer ganzen Reihe neuer Technologien und Dienste geworden.

Mit IPv6 stehen hingegen 2^128, also etwa 4 Milliarden x 4 Milliarden x 4 Milliarden x 4 Milliarden Adressen zur Verfügung. Damit stellt IPv6 genügend Adressen für alle Menschen und deren Geräte mit Internetzugang zur Verfügung.

Ohne die Umstellung auf IPv6 werde das Internet unweigerlich unter der wachsenden Last neuer Nutzer und zunehmenden Datenverkehrs zusammenbrechen und die für die Wettbewerbsfähigkeit Europas so wichtige Innovation abwürgen. Mit Hilfe von IPv6 hingegen könne Europa seine führende Position in der Mobilkommunikation nutzen, um seine Stellung in so unterschiedlichen Bereichen wie Netzausrüstungen und Unterhaltungselektronik auszubauen, in denen Europa eher als Kunde, nicht als Hersteller gilt.

Die Europäische Kommission betrachtet IPv6 daher als grundlegenden Bestandteil der europäischen Strategie für das Internet der nächsten Generation, gemeinsam mit der europäischen Breitband-Strategie und vielen anderen Initiativen, die seit dem Aufruf des Europäischen Rates von Lissabon, Europa "bis 2010 zum dynamischsten und wettbewerbsfähigsten wissensbasierten Wirtschaftsraum" zu machen, unternommen wurden.

Die europäischen Forschungsanstrengungen in Bezug auf IPv6 seien weltweit maßgebend. Allein die Europäische Kommission beteiligt sich mit etwa 55 Milliarden Euro an Forschungsprojekten, die gegenwärtig im Rahmen des Fünften Forschungs-Rahmenprogramms laufen. Darüber hinaus wird GEANT, das weltweit schnellste Forschungsnetz, in Kürze auf IPv6 umgestellt und dient als Versuchsanlage zur Erprobung neuer IPv6-Anwendungen und Dienste.

Die Einführung dieser neuen Technik sei jedoch kein rein technisches Problem. Gestützt auf die Arbeit ihrer nach dem Stockholmer Gipfel eingesetzten "IPv6-Task Force", ruft die Kommission nun die Mitgliedstaaten und die Wirtschaft in Ergänzung der europäischen Forschungsanstrengungen zu einem entsprechenden politischen Engagement für eine zügige und reibungslose IPv6-Einführung auf. Diese erfordert ein abgestimmtes Vorgehen zum Ausbau und zur Zusammenführung der europäischen Anstrengungen auf folgenden Gebieten bei der Entwicklung der nötigen Qualifikationen: der Weiterführung der europäischen Forschungsarbeit, der Beschleunigung der Arbeit an Normen und Spezifikationen sowie der Sensibilisierung der gesamten Wirtschaft.


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Lukas 28. Feb 2002

Da sollte sich eher zuerst an den Strukturen etwas aendern.

Guenthhhhher Jauch 21. Feb 2002

Bei IPv6 hätten wir dann 256 "hoch" 16 = 2 "hoch" 128... Ebenfalls an deinen Mathe...

korinthenkacker 21. Feb 2002

tja .. dann haben mich meine instinkte wohl doch getäuscht... schade eigentlich... ich...

Barney 21. Feb 2002

ftp://ftp.ipv6.org/pub/rfc/rfc2133.txt "While IPv4 addresses are 32 bits long, IPv6...

korinthenkacker 21. Feb 2002

Also ich würde ja mal behaupten (wenn mich meine niederen mathematischen Instinkte nicht...



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