Abo
  • Services:
Anzeige

Microsoft bemüht sich um Aufklärung über Open Source

Folgekosten des Einsatzes von freier Software seien schwer einschätzbar

Einmal mehr versucht Microsoft, über die Vor- und Nachteile von Open Source gegenüber Windows aufzuklären und veröffentlichte dazu ein 13 Seiten starkes Dokument. Auch wenn Microsoft dabei etwas leisere Töne anschlägt und sich deutlich erkennbar um einen sachlichen Ton bemüht, dürfte das Dokument einmal mehr für Kontroversen sorgen.

Anzeige

Die Entscheidung für ein Betriebssystem sei für einen Unternehmer abhängig von einer Vielzahl von Faktoren. Neben Wirtschaftlichkeit spielen Faktoren wie Sicherheit, Usability, Skalierbarkeit, Administration und TCO eine Rolle, so Microsoft. "Ein Vergleich der beiden Konzepte zeigt, dass der Einsatz von Open-Source-Software im Unternehmen sorgfältig abgewogen werden sollte."

So gesteht Microsoft der Open-Source-Bewegung zu, "getrieben durch die Bemühungen einer Vielzahl von Entwicklern" zu versuchen, "die jeweils beste technische Lösung für ein Problem zu finden." Entsprechend vielseitig und leistungsfähig seien die einzelnen Anwendungen, doch den motivierten Ansätzen fehle ein durchgängiges Konzept. "Die Weiterentwicklung - auch der Security-Technologie - ist ungewiss und erfolgt nicht nach Plan."

Die Offenlegung des Quellcodes bei Open-Source-Software erlaube es zwar dem Anwender, die Funktionsweise des Programms und auch eventuelle Sicherheitsmängel zu erkennen und zu beheben. Dennoch sei nach wie vor umstritten, ob die Offenlegung des Quellcodes ein Programm sicherer macht, "denn die Evaluation desselben bedarf nicht nur sehr umfangreicher Sachkenntnis, sondern kann bei Millionen von Befehlszeilen auch wegen der Masse unrealistisch sein. Ein nicht unerhebliches Risiko ist bei geschäftskritischen Anwendungen die Offenlegung des Sicherheitsproblems, um es durch fremde Hilfestellung zu lösen. Dadurch können böswillige Hacker entdeckte Sicherheitslücken bis zur Verfügbarkeit eines Patches leichter ausnutzen."

Für den Nutzer bereite aber vor allem ein heterogenes Bedienkonzept Probleme. Verschiedene Anwendungen und Tools unterschiedlichen Ursprungs und mehrerer Hersteller verfolgen mannigfaltige Zielsetzungen in der Bedienung. Verschiedene Features wie Gerätereiber, Mail- und Kommunikationsprogramme etc. seien nicht in die Dokumentation der Hauptanwendung integriert und die OSS-Dokumentation allgemein sei nicht standardisiert, was die Auffindbarkeit von Hilfethemen erschwere, so Microsoft.

Zudem verweist Microsoft darauf, dass die Gestaltungsansätze neuer Oberflächen wie KDE oder GNOME sich am Windows-Standard orientieren. "Die gängigen grafischen Benutzeroberflächen (Gnome, KDE) werden Windows immer ähnlicher."

Durch Schulung und Training, das im OSS-Umfeld meist durch lokale Anbieter erfolgt, gebe es kein einheitliches, übergreifendes Schulungskonzept. "Eine Übertragbarkeit des Erlernten - zum Beispiel der grundlegenden Anwendungsfunktionen eines Programms auf ein anderes - besteht nur bedingt."

Zum Thema TCO (Total Cost of Ownership) zielt Microsoft darauf ab, dass beim Einsatz von Microsoft-Produkten sämtliche betriebswirtschaftlichen Faktoren (direkte Kosten für Lizenzen, Schulung, Management und Kommunikation) klar definiert seien und sorgen so für eine Planbarkeit nicht nur der aktuellen Investition, sondern auch der Folgekosten. Bei Open Source würden zwar keine Lizenzgebühren entstehen, doch seien die Kosten für die benötigten Dokumentationen, die Hilfeleistungen und die Schulung schwer abzuschätzen. Hinzu kommt im Vorfeld die Unmöglichkeit, notwendige Administrationsaufgaben zu taxieren. "Investitionssicherheit ist nur bedingt gegeben, da die Weiterentwicklung der Produkte nicht gesichert ist."

Die Unterstützung von OSS durch bedeutende Hardwarehersteller, wie IBM oder HP, sei an den Einsatz der jeweiligen Hardware gekoppelt und diene primär deren Verkaufsförderung. Ob dadurch die Weiterentwicklung und eine ausreichende Investitionssicherheit gewährleistet sind, bleibe abzuwarten, so die Redmonder.


eye home zur Startseite
hans 27. Feb 2002

Hi Du Schlaumeier solltest eigentlich mitgekommen haben , das der groesste weltweite PC...

David 25. Feb 2002

War ja auch nicht anders zu erwarten... Offenlegen des Quellkods fürs Notepad...

hi 22. Feb 2002

glaub ich eher nicht, es ist nämlich so.... die idioten, die solche viren, würmer...

richtig 22. Feb 2002

was du, jason, schreibst ist völlig korrekt! was diese weltherrschafts-paranoiker sich da...

richtig 22. Feb 2002

was du, jason, schreibst ist völlig korrekt! was diese weltherrschafts-paranoiker sich da...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. ALLIED VISION TECHNOLOGIES GMBH, Ahrensburg bei Hamburg oder Osnabrück
  2. ETAS GmbH & Co. KG, Stuttgart
  3. Digital Ratio GmbH, Eschborn
  4. Bosch Engineering GmbH, Abstatt


Anzeige
Hardware-Angebote

Folgen Sie uns
       

  1. Umwelt

    China baut 100-Meter-Turm für die Luftreinigung

  2. Marktforschung

    Viele Android-Apps kollidieren mit kommendem EU-Datenschutz

  3. Sonic Forces

    Offenbar aktuellste Version von Denuvo geknackt

  4. KWin

    KDE beendet Funktionsentwicklung für X11

  5. Sprachassistenten

    Alexa ist Feministin

  6. Elektromobilität

    Elektroautos werden langsam beliebter in Deutschland

  7. Crypto-Bibliothek

    OpenSSL bekommt Patch-Dienstag und wird transparenter

  8. Spectre und Meltdown

    Kleine Helferlein überprüfen den Rechner

  9. Anfrage

    Senat sieht sich für WLAN im U-Bahn-Tunnel nicht zuständig

  10. Gaming

    Über 3 Millionen deutsche Spieler treiben regelmäßig E-Sport



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Netzsperren: Wie Katalonien die spanische Internetzensur austrickste
Netzsperren
Wie Katalonien die spanische Internetzensur austrickste

Spectre und Meltdown: All unsere moderne Technik ist kaputt
Spectre und Meltdown
All unsere moderne Technik ist kaputt
  1. E-Mail-Konto 90 Prozent der Gmail-Nutzer nutzen keinen zweiten Faktor
  2. BeA Noch mehr Sicherheitslücken im Anwaltspostfach
  3. VEP Charter Trump will etwas transparenter mit Sicherheitslücken umgehen

Star Citizen Alpha 3.0 angespielt: Es wird immer schwieriger, sich auszuloggen
Star Citizen Alpha 3.0 angespielt
Es wird immer schwieriger, sich auszuloggen
  1. Cloud Imperium Games Star Citizen bekommt erst Polituren und dann Reparaturen
  2. Star Citizen Reaktionen auf Gameplay und Bildraten von Alpha 3.0
  3. Squadron 42 Mark Hamill fliegt mit 16 GByte RAM und SSD

  1. Re: Alexa, wo ist das nächste Freudenhaus?

    KaeseSchnitte | 03:27

  2. Re: Migration X11 -> Wayland

    Teebecher | 03:18

  3. Re: SJW müssen mal wieder den Spaß aus allem...

    KaeseSchnitte | 03:11

  4. Re: Warum verschweigt er das wahre Problem...

    lurchie | 02:55

  5. Spectre und ältere Rechner

    Thobar | 02:52


  1. 18:19

  2. 17:43

  3. 17:38

  4. 15:30

  5. 15:02

  6. 14:24

  7. 13:28

  8. 13:21


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel