Abo
  • Services:

Finanzgerangel um UMTS zwischen France Télécom und MobilCom

MobilCom erwartet Finanzierung von UMTS-Investitionen durch France Télécom

Am Freitag, den 15. Februar 2002, zitierte das "Dow Jones"-Magazin einen Sprecher der France Télécom, dass "die finanzielle Verpflichtung der France Télécom gegenüber MobilCom bei null liege, so lange man sich nicht über den Businessplan mit MobilCom geeinigt hätte." Der Sprecher sagte weiter zu Reuters: "Alle Vereinbarungen von France Télécom mit MobilCom sind abhängig von unserer Zustimmung zum Businessplan." Die Aussagen sind nach Angaben von MobilCom missverständlich.

Artikel veröffentlicht am ,

Das Cooperation Framework Agreement zwischen den beiden Unternehmen bestätigt nach Ansicht von MobilCom, dass France Télécom vertraglich verpflichtet ist, jede finanzielle Unterstützung zur Ersteigerung der UMTS-Lizenz zu leisten sowie darüber hinaus die Finanzierung für das UMTS-Geschäft bereitzustellen. Diese Verpflichtung hatte die France Télécom in einem Brief, der auch der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post vorliegt, konkretisiert, in der Form, dass MobilCom mit allen finanziellen Mitteln zum Erwerb der UMTS-Lizenz sowie zusätzlich mit einem Betrag von maximal 10 Milliarden Euro für den Zeitraum 2000 bis 2010 für die Bereitstellung der Dienstleistungen ausgestattet wird.

Stellenmarkt
  1. STW Sensor-Technik Wiedemann GmbH, Kaufbeuren
  2. amedes Medizinische Dienstleistungen GmbH, Hamburg

Das CFA beinhalte keine vertragliche Verpflichtung, dass sich MobilCom den Businessplan und das Budget durch die France Télécom genehmigen lassen muss, so MobilCom weiter. Das CFA besage ausdrücklich, dass das "Coordination Commitee" zwischen dem Mehrheitsaktionär Gerhard Schmid und der France Télécom kein Organ der MobilCom AG ist. Der MobilCom-Vorstand und der Aufsichtsrat würden daher gegen das geltende deutsche Aktienrecht verstoßen, insbesondere gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung, wenn sie im Interesse nur eines Aktionärs handeln würden.

Allerdings besagt das CFA, dass eine Absprache zwischen den beiden Groß-Aktionären France Télécom und Gerhard Schmid in wichtigen strategischen Sachverhalten stattfinden soll, so zum Beispiel beim Businessplan. Im Oktober 2000 präsentierte MobilCom seinen Businessplan den kreditgebenden Banken. Dabei wurde MobilCom von der France Télécom unterstützt. Aktuell arbeitet MobilCom an einer aktualisierten Fassung des Businessplans. Dieser Vorgang entbindet France Télécom jedoch nach Ansicht von MobilCom nicht von seiner bestehenden vertraglichen Verpflichtung gegenüber MobilCom.

Die Tatsache, dass das Unternehmen die UMTS-Lizenz in Höhe von 8,2 Milliarden Euro ersteigerte (zwei Drittel des UMTS-Investments) und dem damit zwingend in Verbindung stehenden Netzaufbau, würden wenig Spielraum zulassen, den Finanzbedarf von MobilCom zu verringern.

Zudem ist das für Business Development verantwortliche Vorstandsmitglied Vianney Hennes mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurückgetreten. Hennes arbeitete seit November 2000 im Vorstand der MobilCom AG. Zuvor war Vianney Hennes in verschiedenen Funktionen für die France Telecom tätig. Bis zu einer Nachfolgeregelung wird Gerhard Schmid die Aufgaben von Vianney Hennes übernehmen.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (nur für Prime-Mitglieder)
  2. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)

Folgen Sie uns
       


Shift 6m - Hands on (Cebit 2018)

Der Hersteller beschreibt das neue Shift 6M als nachhaltig und Highend - wir haben es uns auf der Cebit 2018 angesehen.

Shift 6m - Hands on (Cebit 2018) Video aufrufen
Automatisiertes Fahren: Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau
Automatisiertes Fahren
Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau

Der Staupilot im neuen Audi A8 soll der erste Schritt auf dem Weg zum hochautomatisierten Fahren sein. Doch die Verhandlungen darüber, was solche Autos können müssen, sind sehr kompliziert. Und die Tests stellen Audi vor große Herausforderungen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Nach tödlichem Unfall Uber entlässt 100 Testfahrer für autonome Autos
  2. Autonomes Fahren Daimler und Bosch testen fahrerlose Flotte im Silicon Valley
  3. Kooperationen vereinbart Deutschland setzt beim Auto der Zukunft auf China

Raumfahrt: Boeing und SpaceX kämpfen mit dem Regulierungschaos der Nasa
Raumfahrt
Boeing und SpaceX kämpfen mit dem Regulierungschaos der Nasa

Die neuen Raumschiffe von Boeing und SpaceX verspäten sich und werden wohl erst 2020 mit Crew fliegen. Die Aufsichtsbehörde der US-Regierung sieht einen Teil der Schuld beim Chaos im Nasa-Management.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Nasa-Teleskop Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig
  2. Nasa Forscher entdecken Asteroiden, bevor er die Erde erreicht
  3. Nasa 2020 soll ein Helikopter zum Mars fliegen

Smartphone von Gigaset: Made in Bocholt
Smartphone von Gigaset
Made in Bocholt

Gigaset baut sein Smartphone GS185 in Bocholt - und verpasst dem Gerät trotz kompletter Anlieferung von Teilen aus China das Label "Made in Germany". Der Fokus auf die Region ist aber vorhanden, eine erweiterte Fertigung durchaus eine Option. Wir haben uns das Werk angeschaut.
Ein Bericht von Tobias Költzsch

  1. Bocholt Gigaset baut Smartphone in Deutschland

    •  /