Öko-Label für Handys führt aus Herstellersicht in die Irre

Hersteller wollen keine freiwillige Kennzeichnung geringer Strahlungsintensität

Die Hersteller von Mobilfunkgeräten haben bekräftigt, dass sie ein Öko-Label auf Handys nicht unterstützen. Der Bundesumweltminister hatte vorgeschlagen, dass die Hersteller sich freiwillig verpflichten sollen, besonders "strahlungsarme" Handys mit einem solchen Label zu kennzeichnen.

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Das geforderte Siegel suggeriert nach Herstelleransicht jedoch, dass entsprechend gekennzeichnete Handys gesünder seien als solche ohne. Damit würde aus Sicht der Hersteller ein wissenschaftlich unhaltbarer Zusammenhang vorgetäuscht. Die dem Bundesumweltministerium zugeordnete Strahlenschutzkommission stellte im September 2001 fest, dass bei Einhalten der Grenzwerte kein Verdacht auf ein gesundheitliches Risiko besteht. Alle Handys halten die vorgeschriebenen Grenzwerte ein. Deshalb gibt es aus Sicht der Hersteller keinerlei Notwendigkeit für ein Öko-Label.

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Nach Ansicht der Handy-Hersteller hat der maximale SAR-Wert keine Aussagekraft hinsichtlich der tatsächlichen Exposition während der Nutzung. Diese tatsächliche Exposition wird im Wesentlichen durch Faktoren wie die Empfangssituation, Wahl des Netzes, Handhaltung oder Verwendung von Headsets bestimmt und ist somit unterhalb des Maximalwerts sehr variabel.

Der maximale SAR-Wert ist ein Maß für die Exposition unter ungünstigsten Bedingungen. Im Betrieb liegt der tatsächliche SAR-Wert von Handys oft bis zu 1.000fach darunter. Mit dem Öko-Label würde somit nach Herstellermeinung ein willkürliches Maß ohne jede wissenschaftliche Begründung geschaffen, das obendrein nicht Transparenz erzeugt, sondern Unüberschaubarkeit schafft. Deshalb wäre die Einführung dieses Siegels im Sinne einer fundierten Information nach Ansicht der Hersteller unsinnig.

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