Westwood Studios erstmals auf Action-Terrain. Die Command-&-Conquer-Reihe hat im Bereich der Strategiespiele Standards definiert und zählt mit ihren zahlreichen Fortsetzungen und Erweiterungen zu den beliebtesten und erfolgreichsten Spielereihen überhaupt. Wer allerdings als Action-Purist langen Denkschlachten nur wenig abgewinnen konnte, wird demnächst vielleicht trotzdem vom C&C-Virus gepackt – dank Renegade, dem Ego-Shooter-Ableger der Reihe.
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Auf einer Präsentationsveranstaltung von Electronic Arts in Düsseldorf durfte man die deutsche Version des Spieles begutachten und selber anspielen. Wer die Strategie-Reihe kennt, wird sich trotz des prinzipiell völlig unterschiedlichen Gameplays schnell wie zu Hause fühlen – sämtliche Einheiten, Fahrzeuge und Szenarien sind original aus den Taktik-Feldzügen entnommen. Der Unterschied ist nun allerdings, dass man nicht mehr mit ein paar Mausklicks seine Soldaten in die Schlacht schickt, sondern als Elite-Kämpfer Havoc selber aktiv mitten ins Getümmel eingreift.
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Der Gegner ist dabei die düstere Bruderschaft von NOD, die nur noch von der Globalen Defensiv-Initiative (GDI), der Havoc angehört, in ihrem Bestreben die Welt zu unterjochen, aufgehalten werden kann. Natürlich gehört der Kampf "Mann gegen Mann" zum Alltagsgeschäft von Havoc, aber ebenso wie die Strategiespiele eine Vielzahl von Einheiten im Angebot hatten, wartet auch Renegade mit sehr unterschiedlichen Gameplay-Optionen auf.
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So besteigt man etwa beizeiten eines der pfeilschnellen Rocket Bikes oder setzt sich hinter das Steuer eines Panzers, um die Feinde schlicht und ergreifend zu überrollen. Die Waffenvielfalt ist ebenso groß und reicht von einfachen Maschinengewehren bis hin zu Raketenwerfern und C4-Sprengstoff, der durch einen simplen Mausklick angebracht und durch einen weiteren Klick ausgelöst wird.
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Die Vielseitigkeit scheint auch das größte Plus des Titels zu sein: Während man selbst von Fahrzeug zu Fahrzeug wechselt oder die Waffen intelligent kombinieren muss – im einen Moment ist wildes Dauerfeuer, im nächsten ein gezielter Scharfschützenschuss angebracht – beeindruckt auch die Umgebung mit ununterbrochener Action. Ständig sind Hubschrauber zur Stelle, die Nachschub oder weitere Gegner anliefern. Unzählige weitere Einheiten führen zudem eigene Gefechte, während man selbst auf dem Weg ist, eine der zwölf sehr umfangreichen Missionen zu komplettieren.
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Die Aufgabenstellungen sind dabei gewohnte Kost, von der Evakuierung einer gesamten Kirchen-Belegschaft über die Zerstörung feindlicher Radar-Anlagen wird das übliche Eingreifen des Spielers verlangt. Grafisch wird leider in vielen Situationen auch nur Hausmannskost geboten: Die 3D-Engine zaubert zwar den einen oder anderen netten Effekt hervor, die Hintergründe und Szenarien wirken allerdings oftmals ein wenig karg und farbarm. Dafür erschallt die deutsche Sprachausgabe in gewohnt guter Qualität, bissige und zynische Kommentare – etwa die des GDI-Vorsitzenden gegenüber Havoc – natürlich inbegriffen.
Kommentar: Durchaus beeindruckend, wie die Strategie-Experten von Westwood sich bei ihrem ersten Ausflug ins Action-Genre schlagen. Die am 1. März erscheinende fertige Version verspricht hochklassige und abwechslungsreiche Ego-Shooter-Action im bekannten und beliebten C&C-Szenario. Grafisch allerdings lässt der Titel noch etwas zu wünschen übrig; der Test der finalen Version wird hier endgültige Klärung bringen.