Erstmals mehr Mobilfunk- als Festnetzanschlüsse

Deutschland zieht in der Telekommunikation an den USA vorbei

Wie der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) meldet, entwickelt sich die Informationsgesellschaft weiter mit großer Dynamik. Im Jahr 2001 sind weltweit 77 Millionen PCs, 41 Millionen Webserver, 12 Millionen DSL- und 17 Millionen Kabelanschlüsse, 23 Millionen ISDN-Kanäle und 231 Millionen Mobilfunkanschlüsse installiert worden - zusätzlich zur vorhandenen Basis.

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Die globalen Kommunikationsnetze wurden insgesamt um mehr als 300 Millionen digitale Anschlüsse erweitert. Die Zahl der Internet-Nutzer überstieg weltweit erstmals die 500-Millionen-Marke. Bei den Mobilfunkteilnehmern wird etwa zur CeBIT die markante Größe von einer Milliarde erreicht werden. "Deutschland konnte im vergangenen Jahr insbesondere gegenüber den USA einiges an Boden gutmachen", kommentierte Bitkom-Präsident Volker Jung die neuen Zahlen in Berlin. Bei ISDN-Anschlüssen liegt Deutschland traditionell vorne. Im Jahr 2000 konnte bei den Mobilfunkanschlüssen an den USA vorbeigezogen werden. Und im vergangenen Jahr hat Deutschland die USA auch in der Ausstattung mit breitbandigen DSL-Anschlüssen für den schnellen Internetzugang überholt. Insgesamt wurden im Jahr 2001 in Deutschland etwa 20 Millionen neue Kommunikationsanschlüsse geschaltet. Jung: "Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass die Kabelnetze technisch aufgerüstet und die UMTS-Netze möglichst schnell aufgebaut werden können."

Inhalt:
  1. Erstmals mehr Mobilfunk- als Festnetzanschlüsse
  2. Erstmals mehr Mobilfunk- als Festnetzanschlüsse

Die neuen Zahlen sind Teil der internationalen Vergleichsstudie "Wege in die Informationsgesellschaft", die Bitkom vorstellte. In der Summe wurden in Deutschland Ende 2001 etwa 30 Millionen Internet-Nutzer (+7 Millionen gegenüber 2000) gezählt. In Zukunft können die Nutzer zwischen einer bislang nicht gekannten Vielfalt von Zugangstechnologien wählen. Ob Hochgeschwindigkeits-Anschluss mit Standleitung, per DSL, Wireless LAN oder Satellit, Internet über das TV-Kabelnetz, das Handy, ISDN oder auch die traditionelle analoge Telefonleitung - die privaten wie geschäftlichen Kunden haben heute eine Fülle an Wahlmöglichkeiten. Selbst die Netze der Energieversorger über die neue Technologie Power Line Communications können in einigen Regionen bereits für den Internet-Zugang genutzt werden. Vor allem breitbandige Zugangstechnologien sind auf dem Vormarsch.

"Wir setzen in diesem Jahr gleich an mehreren Stellen zu einem Technologiesprung an", betonte Jung. "Diesmal geht es nicht um schnellere Prozessoren oder leichtere Notebooks, es geht um völlig neue Standards für mehr Bandbreite, mehr Mobilität und mehr technologische Konvergenz".

UMTS und MHP, die Multimedia Home Platform, werden laut Jung Wachstumsimpulse aussenden wie ehemals die Einführung des GSM-Standards in der Mobilkommunikation oder des Internet-Protokolls im Bereich der Neuen Medien. GSM und IP haben nach Bitkom-Angaben allein in Deutschland zur Gründung von etwa 5.000 Unternehmen mit ca. 100.000 Arbeitsplätzen und einer Wirtschaftsleistung von ungefähr 30 Milliarden Euro geführt. Auch im Umfeld von UMTS und MHP werde eine Fülle neuer Dienstleistungs- und Hightech-Unternehmen entstehen.

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Breitbandige Anwendungen werden durch UMTS bald auch mobil nutzbar. GPRS gibt zurzeit einen kleinen Vorgeschmack. Mobile Messaging, Mobile Commerce, Mobile Work oder Mobile Health und Mobile Entertainment sind die Anwendungen der Zukunft. Sie werden auf Notebooks, Handhelds, Handys oder neuartigen Geräten, die sich noch im Entwicklungsstadium befinden, laufen. Hier ist Europa und insbesondere Deutschland den USA um Jahre voraus.

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