Abo
  • Services:

Teles AG will Mittelstand ins Internet bringen

Neue Tochtergesellschaft cyPOS AG für Mittelstandsprogramm gegründet

Der Mittelstand in Deutschland läuft Gefahr, den Anschluss an die Internet-Ökonomie zu verlieren, wenn er sich nicht verstärkt im Netz engagiert. Diese These vertritt Sigram Schindler, Vorstandsvorsitzender der Berliner Teles AG und Vorsitzender der neuen Initiative "Mittelstand online" im eco Verband.

Artikel veröffentlicht am ,

Nach seiner Einschätzung ist Eile geboten, da die mittelständische Wirtschaft immerhin 68 Prozent aller Beschäftigten, 80 Prozent aller Ausbildungsplätze, 57 Prozent der Wertschöpfung und 45 Prozent der steuerpflichtigen Umsätze in Deutschland stelle. Wenn der Mittelstand den Übergang zur digitalen Wirtschaft nicht schafft, seien diese Werte in Gefahr, warnt Prof. Schindler.

Stellenmarkt
  1. LEONI AG, Zürich (Schweiz)
  2. SDL Plc. Zweigniederlassung für Deutschland, München, Leipzig

Die am Neuen Markt börsennotierte Teles AG kündigte daher für 2002 ein neues Stützungsprogramm an, um der mittelständischen Wirtschaft den Weg ins Netz zu erleichtern. Teles hat eigens hierzu die neue Aktiengesellschaft cyPOS AG gegründet, die künftig für die Mittelstandsbetreuung innerhalb der Teles Group zuständig sein wird. Die cyPOS AG ist eine Tochter der Teles eCommerce Track AG (TECT), die wiederum zur Teles AG gehört.

Nach Erhebungen von Teles haben derzeit weniger als 1 Million der insgesamt 3,5 Millionen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) eine Internet-Adresse (Domain) registrieren lassen, rund ein Drittel davon bei der Teles/TECT-Tochtergesellschaft Strato. Nicht einmal eine halbe Million KMUs sind indes laut Recherchen mit ihrer Domain im Web wirklich aktiv präsent. Die meisten der mittelständischen Unternehmen scheitern bereits an technischen Hürden beim Einrichten ihrer E-Commerce-Website, resümiert Prof. Sigram Schindler. Nicht einmal 20 Prozent der Firmen, die ein Online-Geschäft in Betrieb genommen haben, verdienen damit auch Geld, schätzt der Teles-Chef.

Als die zwei wichtigsten Gründe für das Scheitern von E-Commerce im Mittelstand nennt Prof. Sigram Schindler die mangelnde Beratung in der Fläche und die zu hohen Kosten. Die großen Consultinggesellschaften und Multimediaagenturen wie Accenture oder auch Pixelpark seien viel zu teuer und viel zu komplex im Angebot, um die mittelständische Wirtschaft auf breiter Front bedienen zu können. Consultants auf dem für KMUs erträglichen Beratungs- und Preisniveau sind in Deutschland indes kaum vorhanden, moniert Prof. Schindler. Der Mittelstand benötigt nach seiner Analyse eine E-Commerce-Beraterstruktur vergleichbar dem Steuerberaternetz in Deutschland. Mit der cyPOS AG will die Teles Group eine ähnlich breit angelegte Struktur von "E-Business-Beratungs- und Dienstleistungsbüros" in Deutschland etablieren. Für die dazu notwendige Aus- und Weiterbildung setzt Teles vor allem auf Web-Learning, wobei im Gegensatz zum E-Learning eine tutorielle Betreuung inbegriffen ist.

"Um den Mittelstand verstärkt ins E-Business zu bringen, muss der Weg dorthin indes nicht nur einfacher, sondern vor allem auch viel billiger werden", forderte Prof. Sigram Schindler. KMUs seien im Allgemeinen nicht bereit, Zehntausende von Euro in ein E-Commerce-Projekt mit ungewissen Aussichten auf Gewinnsteigerung zu investieren. Beim cyPOS-Konzept entfällt die Vorab-Investition daher vollständig und die Firma muss nur wenige Hundert Euro monatlich zahlen, um eine Website aufzubauen, E-Business-Anwendungen darin zu etablieren und mit ihnen dauerhaft im Netz aktiv zu sein.

Prof. Sigram Schindler dazu: "Ein Mittelständler will ein E-Commerce-Projekt ähnlich wie einen neuen Firmenwagen finanzieren. Je nach Modell zahlt er 200 bis 700 Euro im Monat als Leasingrate und erhält dafür Mobilität, ohne Kfz-Mechaniker zu werden und ohne eine große Investition tätigen zu müssen. Beim E-Commerce erwartet der typische Mittelständler für einen ähnlichen Betrag sowohl die Präsenz seines Unternehmens im Web als auch alle Beratungs- und Dienstleistungen, die er für sein Projekt benötigt."



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 83,90€ + Versand
  2. 164,90€ + Versand
  3. auf ausgewählte Corsair-Netzteile

So_is_et 16. Feb 2002

Seit mehr als 20 Jahren im IT-Business mehr oder weniger viel beschäftigt kann ich dem...

w3c 15. Feb 2002

Endlich ein Beitrag mit Sachkenntnis und Verstand. Da bleibt nicht viel hinzuzufügen. Ein...

Peter Palz 15. Feb 2002

Ein umfangreiches Pressegetöse ohne was dahinter hat der Herr Sch(w)indler doch immer...

Web-Trief 15. Feb 2002

Wo ist im Web schon viel Geld zu verdienen? Immer nur viel Laberei und ständig die...

Skeptico 15. Feb 2002

Das ist ja wohl eher eine Vertriebs-Initiative als ein "Mittelstands-Programm"... Wie...


Folgen Sie uns
       


Nintendo E3 2018 Direct - Golem.de Live

Wir zeigen uns enttäuscht von fehlenden Infos zu Metroid 4, erfreut vom neuen Super Smash und entzückt vom neuen Fire Emblem.

Nintendo E3 2018 Direct - Golem.de Live Video aufrufen
Windenergie: Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?
Windenergie
Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?

Windturbinen auf hoher See liefern verlässlich grünen Strom. Frei von Umwelteinflüssen sind sie aber nicht. Während die eine Tierart profitiert, leidet die andere. Doch Abhilfe ist in Sicht.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Hywind Scotland Windkraft Ahoi

Krankenversicherung: Der Papierkrieg geht weiter
Krankenversicherung
Der Papierkrieg geht weiter

Die Krankenversicherung der Zukunft wird digital und direkt, aber eine tiefgreifende Disruption des Gesundheitswesens à la Amazon wird in Deutschland wohl ausbleiben. Die Beharrungskräfte sind zu groß.
Eine Analyse von Daniel Fallenstein

  1. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche
  2. Medizintechnik Implantat wird per Ultraschall programmiert
  3. Telemedizin Neue Patienten für die Onlinepraxis

Segelschiff: Das Vindskip steckt in der Flaute
Segelschiff
Das Vindskip steckt in der Flaute

Hochseeschiffe gelten als große Umweltverschmutzer. Neue saubere Antriebe sind gefragt. Der Norweger Terje Lade hat ein futuristisches Segelschiff entwickelt. Doch solch ein neuartiges Konzept umzusetzen, ist nicht so einfach.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Energy Observer Toyota unterstützt Weltumrundung von Brennstoffzellenschiff
  2. Hyseas III Schottische Werft baut Hochseefähre mit Brennstoffzelle
  3. Kreuzschifffahrt Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen

    •  /