Rund ein Drittel des deutschen Videomarktes geht an die DVD
Mit 31,7 Millionen verkauften VHS-Spielfilmen im Jahr 2001 erreichte das betagte Medium VHS einen Marktanteil von beachtlichen 62,6 Prozent, während die DVD ihren Anteil auf 37,4 Prozent (18,9 Millionen Stück) hieven konnte. Noch im Jahr 2000 betrugen die DVD-Verkaufszahlen 8,2 Millionen Stück. Insgesamt wurden im Jahr 2001 6,6 Millionen Videofilme mehr verkauft als noch ein Jahr zuvor.
Die Videobranche erzielte im Jahr 2001 einen Umsatz von 1,146 Milliarden Euro beim Verkauf und Verleih von VHS-Kassetten und DVDs, was einer Marktsteigerung von 22,7 Prozent entspricht. Davon trägt der Videokaufmarkt mit 790,4 Millionen Euro den größten Anteil, der um 33 Prozent gewachsen ist. Hier machen sich die gestiegenen DVD-Verkaufszahlen stark bemerkbar, weil die digitalen Bildträger teurer als vergleichbare VHS-Bänder verkauft werden, was entsprechende Einnahmen (406,7 Millionen Euro) in die Kassen der Videobranche spülte.
Auch im Videovermietmarkt konnte die DVD zulegen und wurde im vergangenen Jahr 15 Millionen Mal (Vorjahr: 5,2 Millionen) ausgeliehen. Der Verleih von VHS-Videos ging hingegen leicht um 5 Prozent zurück, stellt mit 119,3 Millionen Vermietungen den DVD-Leihmarkt aber nach wie vor überdeutlich in den Schatten.
Der BVV verspricht sich im Verleihsektor in naher Zukunft deutliche Zuwächse, weil die drei Bundesländer Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein Videotheken mit Unterhaltungseinrichtungen wie Kino und Theater gleichgesetzt haben, was den Videotheken die Öffnung an Sonn- und Feiertagen erlaubt.