Spieletest: Salt Lake 2002 - Müde Olympiade
Offizielles Programm zu den Olympischen Spielen von Eidos
Wie auch schon bei den Olympischen Sommerspielen in Sydney veröffentlicht Eidos auch zur gerade stattfindenden Olympiade in Salt Lake City das offizielle Spiel für PC und PlayStation 2. Wie bereits 2000 stellen allerdings auch die diesjährigen virtuellen Sportspektakel nicht unbedingt Glanzlichter des digitalen Entertainment dar.
Sehr enttäuschend ist schon das magere Disziplinen-Angebot: Gerade mal sechs verschiedene Wettbewerbe warten darauf, vom Spieler getestet zu werden. Während die Ski Alpin Abfahrt und der Ski Alpin Slalom noch halbwegs unterhaltsam sind und schnelle Reaktionen erfordern, stellen vor allem das Skispringen und das Bob-Fahren kaum eine spielerische Herausforderung dar - die Interaktionsmöglichkeiten beschränken sich hier darauf, im richtigen Moment die richtige Taste zu drücken. Beim Freestyle-Ski kann man seiner Kreativität zumindest ein bisschen Raum lassen, im letzten Wettbewerb, dem Snowboard-Riesenslalom, bekommt man zur Abwechslung während der Abfahrt noch einen virtuellen Gegner gestellt.

Screenshot #1
Immerhin bleibt man im Gegensatz zu Sidney 2000 davon verschont, hektisch Knöpfe und Tasten drücken zu müssen, einzig bei der Anfahrt des Bobs gilt es, schnell genug das Spielgerät zu malträtieren. Die Menüs passen sich in ihrer Detailarmut dem Spielvergnügen an, und auch die Kommentatoren verwirren mit ihren ewig gleichen und nicht immer widerspruchsfreien Kommentaren mehr als dass sie Atmosphäre erzeugen.

Screenshot #2
Immerhin sind die Schauplätze hübsch modelliert und entsprechen wirklich bis ins Detail ihren realen Vorbildern, und auch die Animationen der Sportler können sich sehen lassen. Unverständlich bleibt jedoch, warum die Bedienung der PC- und die der PlayStation-2-Version nahezu identisch sind - so kann man etwa am PC den Spielernamen nicht per Tastatur eintippen, sondern muss sich wie von der Konsole gewohnt mit den Pfeiltasten oder dem Pad durch die Buchstaben scrollen.
Fazit:
Einen gewissen Unterhaltungswert kann man Salt Lake 2002 sicherlich nicht absprechen, vor allem mit mehreren menschlichen Mitspielern kann das leicht zugängliche Gameplay zumindest vorübergehend motivieren. Da sich aber die Einflussnahme auf ein Minimum beschränkt und so schon nach kurzer Zeit keine Fortschritte im eigenen Können mehr erzielbar sind, lässt die Motivation schnell wieder nach.
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Fun bringen solche Games aber, wenn man (am CPC gab's sowas wirklich - im Eigenbau...
Hallo, dafür gibt es aber innerhalb des Olympia-Specials bei ARCOR unter www.olympia...