DRM-Konferenz: Pauschale Urheberrechtsabgaben unnötig

Druckerhersteller gegen Druckersonderabgaben

Digital-Rights-Management-Systeme sind marktfähig und einsatzbereit. Dies hat die in Berlin veranstaltete II. Konferenz zum Thema Digital-Rights-Management nach Angaben der Allianz führender Drucker-Hersteller gezeigt. Die Allianz der Drucker-Hersteller Brother, Canon, Epson, Hewlett-Packard, Kyocera-Mita, Lexmark und Xerox wendet sich gegen pauschale Urheberrechtsabgaben auf Drucker.

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Durch DRM-Systeme, so die Unternehmen, entfällt die Grundlage für pauschale Urheberrechtsabgaben auf IT-Geräte, wie sie von den Verwertungsgesellschaften VG Wort und Gema gefordert werden. DRM-Systeme ermöglichen die individuelle Lizenzierung von urheberrechtlich geschützten Werken und damit auch die individuelle nutzungsabhängige Vergütung der Urheber. Pauschale Abgaben auf Geräte wie Drucker, PCs und CD-Brenner seien damit hinfällig, so die Nutznießer einer solchen Regelung.

Als fragwürdig bezeichnen die Drucker-Hersteller die Äußerungen von Vertretern der Verwertungsgesellschaften auf der Konferenz. Diese begrüßten zwar grundsätzlich die Möglichkeit zur individuellen Lizenzierung und der Nutzung von DRM-Systemen, fordern aber dennoch Abgaben auf IT-Geräte. Die Höhe der im Raum stehenden Abgaben beläuft sich auf ca. 0,6 Milliarden Euro pro Jahr. Dazu Regine Stachelhaus, Mitglied der Geschäftsführung von Hewlett-Packard und Sprecherin der Initiative: "Die Verwertungsgesellschaften können nicht doppelt kassieren: Einmal entsprechend der individuellen Nutzung und zusätzlich pauschal über die Abgabe. Dies ist nicht gerechtfertigt. Die Geschädigten sind die deutsche Industrie, der Handel und der Endverbraucher."

Während der zweitägigen Konferenz, die von der Universität Dortmund veranstaltet wurde, diskutierten über 250 Experten den aktuellen Stand der DRM-Technologie und deren Einsatzmöglichkeiten. Demnach müssen zwar noch einige technische Fragen - wie die weitere Standardisierung und die Sicherheit - geklärt werden, doch war man sich einig, dass einem großflächigen Einsatz nichts mehr entgegenstünde.

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