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Studie: USV-Anbieter in der Krise

Einseitige Abhängigkeit vom Internetmarkt

Anbieter von Anlagen zur unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) sind über ihre Hauptabnehmer, die Betreiber von Datenhotels und Web-Hosting-Dienstleister, in besonderer Weise von der globalen Wachstumsabschwächung und der Krise des Internetsektors betroffen. Seit Ende 2000 bekommt der USV-Markt den dramatischen Rückgang der Nachfrage nach Web-Hosting-Dienstleistungen und Datenhotels, in denen Unternehmen ihre speziellen Server für Internetauftritte betreuen lassen, zu spüren.

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Nach einer Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan wird eine Trendwende erst für 2003 erwartet. Ab dann soll die Nachfrage zwei Jahre lang ansteigen, bis sie durch die Sättigung des Europamarktes für Datenhotels und Web-Hosting allmählich wieder nachlässt. Trotz des gegenwärtigen Abwärtstrends gibt es reichlich Chancen für USV-Anbieter, sofern sie bereit sind, ihre Strategien neu auszurichten.

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Im Rahmen ihrer strategischen Neuorientierung müssen sich die USV-Anbieter auf ein breiteres Abnehmerspektrum einstellen. Das gilt nach Harald Thaler, Senior Industry Analyst bei Frost & Sullivan, in zweifacher Hinsicht. Einerseits dürfen sie sich nicht länger auf die großen Leistungsklassen beschränken, die den gesamten Strombedarf von Datenhotels abdecken, sondern müssen sich auch um Kundensegmente kümmern, die kleinere Systeme einsetzen. Die Betreiber von Datenhotels und Web-Hosting-Anbieter werden in nächster Zeit versuchen, Kosten dadurch zu senken, dass sie USV-Systeme schrittweise anschaffen. Entsprechend müssen die Hersteller von USV-Systemen modulare Lösungen anbieten. Solche Systeme, die mit dem aktuellen Bedarf mitwachsen, können zur Verstetigung der USV-Investitionen von Datenhotelbetreibern beitragen.

Andererseits müssen die USV-Anbieter die fast ausschließliche Konzentration auf ein einzelnes Marktsegment überwinden. Eine solche einseitige Abhängigkeit vom Internetmarkt mit seinen heftigen Ausschlägen könnte in der gegenwärtigen Marktsituation die Profitabilität der USV-Anbieter gefährden. Da bei vielen Web-Hosting-Unternehmen und Betreibern von Datenhotels ein Scheitern abzusehen ist, ist bei den USV-Anbietern eine Umorientierung auf ein breiteres Spektrum von Märkten wie Halbleiterindustrie, Prozessindustrien und Bank- und Finanzsektor notwendig. So lassen sich die Wachstumschancen in weniger krisenanfälligen Sektoren nutzen.

Da die Nachfrage nach USV-Systemen für Datenhotels und Web-Hosting-Dienste zunächst relativ schwach bleiben dürfte, wird die Bildung von langfristigen strategischen Partnerschaften unumgänglich. Als Partner empfiehlt Frost & Sullivan zum einen Betreiber von Datenhotels mit starken Muttergesellschaften und gesichertem finanziellem Hintergrund, die besser in der Lage sind, die Turbulenzen der IT- und TK-Märkte durchzustehen und Chancen zur Übernahme von Konkurrenten zu nutzen. Für Partnerschaften eignen sich auch Betreiber mit Schwerpunkt beim Web-Hosting. Zum anderen werden Architektur- und Ingenieurbüros als Partner empfohlen, da sie eine wichtige Rolle im Entscheidungsprozess um die Anschaffung von USV-Systemen spielen.

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