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ARD-Strategie zum Übergang auf digitale Rundfunkverbreitung

ARD fordert Einführung des Softwarestandards Multimedia Home Platform MHP

Die ARD-Intendanten haben bei ihrer Sitzung am 29. Januar 2002 in Bremen ein Strategie-Papier zum Übergang auf die digitale Rundfunkverbreitung verabschiedet, das im März beschlossen werden soll. Die Intendanten schlossen sich einem Konzept an, das vom ARD-Gremium für Rundfunk und Telekommunikation RUTE unter Vorsitz des SR-Intendanten Fritz Raff erarbeitet wurde.

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Ziel der ARD ist es, auch nach dem endgültigen Umstieg auf die digitale Rundfunkverbreitung - der für alle Verbreitungswege zu erwarten ist - alle potenziellen Nutzer in ihrem Sendegebiet zu erreichen. Hierzu soll weiterhin auf einen Mix der Verbreitungswege gesetzt werden, da über einen einzelnen Weg nicht das ganze Publikum mit allen ARD-Angeboten versorgt werden kann.

Für die ARD behält der terrestrische (erdgebunden ausgestrahlte) Rundfunk eine besondere Bedeutung, da er der einzige von Dritten unabhängige Übertragungsweg ist. Digitales terrestrisches Fernsehen (DVB-T) ermöglicht auf portablen Geräten den mobilen Empfang einer größeren Anzahl von Programmen (vier Programme auf einem Kanal). Die Einführung von DVB-T wird nur gelingen, wenn in der Anfangszeit sowohl private als auch öffentlich-rechtliche Rundfunkunternehmen leistungsstarke analoge Frequenzen für die digitale Ausstrahlung zur Verfügung stellen. Die ARD will sich aktiv am Einstieg in den Regelbetrieb des digitalen terrestrischen Fernsehens beteiligen, bereits jetzt unterstützt sie das DVB-T-Projekt in Berlin/Brandenburg.

Der Umstieg auf DigitalRadio wird einen längeren Zeitraum beanspruchen, da die bisherige analoge UKW-Ausstrahlung vom Publikum offenbar als ausreichend empfunden wird, so die ARD. Zur Durchsetzung von DigitalRadio sollten daher attraktive Zusatzangebote entwickelt werden, die einen Anreiz zum Wechsel zur Digitaltechnik geben. Die ARD strebt außerdem die Bereitstellung zusätzlicher Übertragungskapazitäten für DigitalRadio an, damit das gesamte Programmangebot des jeweiligen ARD-Senders dort abgebildet werden kann.

Gleichzeitig forderte die ARD, dass auch im privatisierten Breitbandkabel weiterhin, z.B. in Form eines entsprechenden "Korridors", Kapazitäten für Rundfunkzwecke zur Verfügung stehen sollen. Außerdem müsse dafür Vorsorge getroffen werden, dass gebührenfinanzierte Angebote von Kabelnetzbetreibern nur unter Zustimmung der jeweiligen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt vermarktet werden können.

Zudem sei sicherzustellen, dass das Publikum ARD-Bouquets auf der ersten Navigationsebene ohne zusätzlichen Paketpreis erreicht werden kann. Die Einspeisung ins Kabel solle auf der Basis von MHP vorbereitet werden, Zusatzfunktionen wie der 'Elektronische Programmführer' sollen auf den Empfangsgeräten abbildbar sein. Die TV-Anstalten wollen damit garantieren, dass aktuelle und geplante Programme auf allen im Markt befindlichen Set-Top-Boxen empfangen werden können.


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