Mit dem eigenen PC auf der Suche nach Milzbrand-Gegenmitteln
Das Anthrax Research Project(öffnet im neuen Fenster) wird, wie die bisherigen bei United Devices untergekommenen Projekte, eine als "Virtual Screening" bekannte Technik einsetzen, um eine der Protein-Komponenten zu analysieren, die vom Milzbrand-Bakterium hergestellt werden. Forscher der Oxford University haben herausgefunden, dass ein bestimmtes Protein sich mit einem Ring aus sieben anderen Proteinen verbinden muss, um Milzbrand toxisch zu machen.
Mittels Softwaresimulation sollen 3,5 Milliarden Moleküle darauf überprüft werden, ob sie das Protein binden und Milzbrand somit harmlos machen können. Jedes "passende" Molekül zählt als Treffer ("Hit"), wie man es auch von den Alzheimer- und Krebs-Projekten von United Devices kennt. Ein entsprechendes Medikament könnte die tödliche Wirkung von Milzbrand verhindern.
Die gesammelten Daten sollen nach Abschluss des Projekts sowohl der US-Regierung als auch befreundeten Regierungen zur Verfügung gestellt werden, damit Medikamente entwickelt werden können, die Milzbrand als Waffe ineffektiv macht. Die Daten des Anthrax Research Project könnten die Forschung um viele Jahre voranbringen, die für die Entwicklung von Milzbrand-Gegenmitteln benötigt wird. Trotzdem werde es laut United Devices immer noch einige Jahre dauern, bis wirksame Medikamente gefunden sind. Obwohl bisher nur wenige Menschen infiziert wurden, gehe es bei der Entwicklung von Milzbrand-Medikamenten auch darum, Unsicherheiten und Ängste abzubauen.
Wer die Forschung nach einem Milzbrand-Gegenmittel aktiv unterstützen will, kann den "Anthrax Research Project"-Client von intel.com/cure/(öffnet im neuen Fenster) herunterladen(öffnet im neuen Fenster) . Die bisher nur für Windows 98 bis Windows XP erhältliche Software läuft im Hintergrund und/oder als Bildschirmschoner. Wenn sie im Hintergrund arbeitet, nutzt sie nur jeweils einen kleinen Teil der verfügbaren, brachliegenden Rechenleistung – tausende von Bürorechnern schaffen es so auf die Leistung von Großrechnern. Die zur Berechnung benötigten Daten holt sich die Software per Internet-Verbindung vom United-Devices-Server und verschickt sie auch wieder über das Internet an selbigen. Dabei muss der Rechner nicht ständig mit dem Internet verbunden sein.
Weitere United Devices Projekte sind das Cancer Research Program (Krebsforschung) und das "Stanford Alzheimer and Amyloidogenic Disease Research Program" bzw. Folding@Home (Erforschung von Alzheimer, Rinderwahnsinn & Co.). Hier bleiben die Daten allerdings den beteiligten Forschungsinstitutionen vorbehalten.
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