NAMM: Steinberg präsentiert VST System Link
1996 führte Steinberg VST, die virtuelle Studiotechnologie, ein, was zum weltweiten Standard für die Musikproduktion wurde und aus einem Windows-PC oder Mac-Rechner ein professionelles Tonstudio macht. Dieses System war auf die Leistung eines einzelnen Computers beschränkt, so dass professionelle Musiker leicht an die Leistungsgrenze stießen. Mit VST System Link lassen sich Computer nun über ein Digital Audio Kabel verbinden und samplegenau synchronisieren. Dabei wird ein Bit eines einzelnen Audio-Kanals dazu verwendet, um unbegrenzt viele Systeme miteinander zu verbinden.
Steinberg will VST System Link zunächst exklusiv in Cubase VST und Nuendo einbinden, was für das erste Quartal 2002 geplant ist. So wird es etwa möglich sein, auf "Computer eins" beliebig viele Audiospuren mit EQs, Effekten, Compressoren und Plug-Ins laufen zu lassen, während auf "Computer zwei" VST Instrumente-wie HALion, The Grand, LM4 Mk II und TC Native Reverb agieren. Dabei kann der Anwender wählen, ob die MIDI-Tracks auf dem zweiten Computer oder auf dem ersten laufen sollen. In dem einen Fall sind die Computer "einfach" nur synchronisiert. Im zweiten Fall sendet "Computer eins" über beliebig viele MIDI-Kanäle und virtuelle Ports die MIDI-Daten ohne die geringsten Timing-Auffälligkeiten an "Computer zwei".
Es lassen sich also ältere Rechner bequem in die Musikproduktion einbinden, wobei auch die beiden verschiedenen Systeme Windows und MacOS verbunden werden können. Durch die Kopplung mehrerer Rechner verwendet man nun beliebig viele Audiospuren und VST-Instrumente.


