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Analyse: Filme im Internet - bewegte Bilder, heiße Köpfe

Tausch von Videos übers Netz boomt

Video im Netz ist längst mehr als das nächste große Ding. Was noch vor anderthalb Jahren ein Hobby unter College-Kids mit zu viel Zeit und schneller Standleitung ins Wohnheim war, kann heute getrost als Massenphänomen gelten: Das Herunterladen und Tauschen ganzer TV-Serien und Kinostreifen über das Internet wird inzwischen unter fortgeschrittenen Usern zur Standard-Anwendung. Wieder reagiert die aufgeschreckte Inhaltebranche falsch - oder verspätet. Ein Blick auf den Stand der Dinge.

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Diesmal ist die Deutsche Telekom AG wirklich an allem schuld. Getreu dem Motto aus vergangenen "Dot-Com"-Hochphasen - "Bau es und sie werden kommen!" - hat der rosa Riese hier zu Lande das größte DSL-Netzwerk Europas errichtet und inzwischen knapp zwei Millionen Menschen daran angeschlossen. "Robert T-Online", die glattrasierte Kunstfigur aus der Telekom-Marketing-Abteilung, lockt uns Tag für Tag, doch bitte zur Internet-Versorgung mit "High Speed zu Low Cost" überzugehen. Viele kommen dem gerne nach, falls die monatlichen Kosten ins persönliche Budget passen. Schließlich kann man ja nie genug Bandbreite haben.

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  1. Analyse: Filme im Internet - bewegte Bilder, heiße Köpfe
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Die Aussage wird kein vernünftiger User verneinen. Die neueste Version des Mozilla-Browsers, das frische 60-Megabyte-Add-On für ein Ballerspiel mit dem Buchstaben "Q" im Namen oder die aktuelle Mandrake-Linux-Distribution als ISO-File in CD-ROM-Größe: Man gönnt sich ja sonst nichts und hat es ja nun - beispielsweise dank T-Online-Flatrate und 786 Kilobit pro Sekunde im Downstream, abzüglich Overhead und Stauproblemen, die das Telekom-Backbone ab und zu kennt. Doch wenn der letzte Kernel heruntergeladen, die heißeste News-Website im Eiltempo besucht und das schillerndste Game-Preview "gezogen" wurde, stellt sich schnell die Frage, was mit der ganzen Bandbreite wirklich anzufangen ist.

Breitband ist in Deutschland heute normal

Das Internet wäre nicht das Internet, hätte der Siegeszug einer neuen Basistechnologie, wie sie DSL-, Kabel- und sonstige Breitband-Systeme zweifellos darstellen, nicht auch eine entsprechende Änderung im Nutzerverhalten zur Folge. Während sich die MP3-Musikkompression vor allem deshalb online popularisierte, weil man mit ihr über einen ISDN-Anschluss in erträglicher Geschwindigkeit an die neuesten Popsongs herankam, erobern sich die Nutzer dank Broadband nun eben das nächst größere Content-Gebiet, das sich digitalisieren lässt. Die Welt der Bewegtbilder, kurz: Video im Netz, ist da - und zwar mit Macht. Stellt man einem Hollywood-Manager heute beim Abendessen unter vier Augen Fragen zu dem Thema, beginnt er höchstwahrscheinlich augenblicklich, nervös mit den Augenlidern zu zucken.

Die Komplexität und ihre Popularisierung

Erstaunlicherweise hat es die Thematik trotzdem noch nicht in die "erste Reihe" geschafft - man liest zwar in den einschlägigen Computermagazinen reichlich Tipps und Tricks, doch den großen Publikumsmedien war die Video-Revolution im Netz noch keinen Aufmacher wert. Offenbar liegt das daran, dass die Angelegenheit (nicht nur technisch) deutlich komplizierter ist, als weiland MP3 mit einem Cheerleader wie dem Napster-Berufsjugendlichen Shawn Fanning vorneweg.

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Das entspricht für den Durchschnitts-User der Wahrheit: Wer sich einmal in das Dickicht von Formaten wie VCD, SVCD oder DivX begeben hat und mit durchaus exzellenten Freeware-Tools wie VirtualDub, DVDx oder VCDGear arbeiten möchte, muss sich tatsächlich mit der Technik beschäftigen, bis alles so rundläuft, wie es bei Napster mit der MP3-Musik im Grunde nie der Fall wahr. Zum Glück ist das Internet bei allen Dingen, die mit dem Netz zusammenhängen, die hilfreichste Quelle: Zahlreiche Communities haben sich gebildet, Info-Websites locken mit Detailwissen im Überfluss, und noch für die komplizierteste Frage findet sich in Hunderten von entsprechenden Webboards ein Ansprechpartner.

Trockenübungen beendet, hier kommt die Praxis

So weit, so gut - aber nun genug der Trockenübungen und zu den wirklich wichtigen praktischen Fragen:

  1. Wo findet man das Material?
  2. Welche Serien und Kinofilme gibt es?
  3. Wie ist die rechtliche Einordnung?
  4. Und, von einem wirtschaftlichen Standpunkt aus gesehen: Was tut die Inhaltewirtschaft, die nun schon zum dritten Mal (nach Text und Ton) vom Fortschritt der Internet-Technologie überrollt zu werden scheint?

Analyse: Filme im Internet - bewegte Bilder, heiße Köpfe 
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Hans Sack 25. Aug 2003

blödsinn. divx (alle: 3, 4 und 5) und auch andere (z.b. xvid) können qualitätsoptimiert...

nw42 14. Jan 2002

"warum soll ich 1-2 millionen $ in den aufbau eines künstlers stecken, wenn ich nichts...

nw42 14. Jan 2002

"Man kann in anderen Branchen wesentlich mehr Geld verdienen und eine viel lukrativere...

Czeanne 14. Jan 2002

krass formuliert, keine frage - aber im ernst: warum soll ich 1-2 millionen $ in den...

Czeanne 14. Jan 2002

Die Musikfirmen sind (fast) alle börsennotiert bzw. Teil eines solchen Konzerns. Man kann...


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