18. Chaos Communication Congress: Hacken und Hacken lassen

Sollten Firmen und Institutionen aus dem 18C3-Hackcenter angegriffen werden, konnten sie sich gleich telefonisch an eine extra geschaltete "Abuse"-Hotline wenden. Dauerbesetzt war die aber nicht.

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Müller-Maguhns nonchalanter Hinweis, doch nicht für "Fluktuationen" bei der Sicherheit von Servern "im Internet da draußen" zu sorgen, wurde allerdings nicht ganz befolgt: Die Website der Bochumer Heinrich-Böll-Gesamtschule musste per Defacement dran glauben. Dem "Täter" wollte ein Lernender dieser Bildungseinrichtung dafür gleich eines der beliebten "Club-Mate"-Getränke spendieren, das die Hacker-Hitliste neben der koffeinreichen "Jolt"-Cola bei den Softdrinks anführte.

Zahlen musste man für die Teilnahme an den drei Tagen - vom 27. bis zum 29. Dezember 2001 - als Nichtmitglied wie üblich 60 Mark. Übrigens reagierte der CCC auch auf die "Dot-Com"-Krise: Firmenvertreter aus der New Economy bezahlten diesmal ein Zehntel von dem, was "Economy"-Besucher aus der "echten" Wirtschaft berappen mussten.

Auch Hackern fehlt eine Antwort auf den 11. September

Neben Jubel, Trubel und viel "Nerd Socialising", das heutzutage auch den Umgang mit weiblichen Wesen (Besucheranteil diesmal: knapp 5 bis 10 Prozent) einschließt, gab es jedoch auch weniger Erfreuliches. So drückten die aktuellen Anti-Terror-Gesetzesmaßnahmen der westlichen Regierungen in aller Welt nach den Anschlägen des 11. September bei den Hackern auf die Stimmung. Eric Corley alias Emmanuel Goldstein, internationaler Gast aus New York und langjähriger Kopf hinter dem Hacker-Magazin 2600, berichtete von einem Land, in dem sich die Stimmung mehr und mehr gegen die freigeistigen Datenreisenden richte. "Es ist wie in einem schlechten Film", meinte Corley, "man will aber das Ende wissen". Die Flut an neuen Reglementierungen, von der "Cybercrime"-Konvention über den "RIP-Act" in Großbritannien bis hin zu Schilys Anti-Terror-Paket, wurden heiß diskutiert. Eine Antwort auf den "neuen Geist der Repression", wie ihn viele Hacker sehen, gab es jedoch nicht.

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"Think!", "Denke!", diesen Ausspruch könnte man trotz alledem als Fazit des 18. Chaos Communication Congress ziehen: In der eigenen Reaktion auf sich verändernde Rahmenbedingungen, im Umgang mit anderen Menschen und Kulturen, beim Konsum von Medien. Die vielen, vielen Panels und Workshops (besonders erwähnenswert: das neue "Labor" mit kleinen wie größeren spannenden Hardware-Projekten) waren wie üblich gut besetzt und trafen auf ein interessiertes Publikum, auch wenn ein gewisser Autismus, ein Zurückziehen auf das Hackertum an sich, spürbar war. Während in der Hauptstadt also anderswo die ersten Weihnachtsbäume auf die Straße gestellt wurden, wärmten sich die Kongressteilnehmer an sich selbst - oder an einem der erstaunlich vielen auf dem 18C3 zu sichtenden Apple iBooks, die so manchem Hacker in der Nacht weiß pulsierend eine Art Heiligenschein verpassten.

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 18. Chaos Communication Congress: Hacken und Hacken lassen
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godleZz 02. Dez 2002

der congress dient zum austauch,konversation und neue kontakte/freunde zu schliesen! nur...

UsL 18. Jun 2002

Dem kann ich nur zustimmen ich war auf dem 18C3 und eigentlich war jeder den man nett...

crusader 17. Feb 2002

ICH WILL HACKEN LERNEN! WER ZEIGTS MIR???!!!

PrinzValium 04. Jan 2002

Ich würde meine Informationen auch nicht an jemanden (wie du) der keine Ahnung hat...

Nostromo 03. Jan 2002

Ich finde immernoch das dieser Congress nur ein fake ist. Das ware geht doch erst...



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