18. Chaos Communication Congress: Hacken und Hacken lassen

Bei der Eröffnungsveranstaltung, die am Donnerstag mit halbstündiger Verspätung über die Bühne des Hauptsaals ging, blieb neben CCC-Sprecher Andy Müller-Maguhn und Organisations-Chef Tim Pritlove ein Stuhl leer. Chaos-Club-Alterspräsident Wau Holland, der kurz vor Weihnachten eigentlich seinen 50. Geburtstag gefeiert hätte, verstarb im Sommer 2001 an den Folgen eines Schlaganfalls. Seine ruhige, aber bestimmte Art fehlte auf dem Podium. Und seine Integrationskraft und sein Pädagogiktalent, das auch den zahlreich erschienen Hacker-Nachwuchs ab dem zarten Alter von 15 Jahren in die sich langsam lichtenden Ränge um "Oldies" wie Müller-Maguhn und Pritlove zu heben verstand. Doch Hollands Andenken war unter ihnen.

Wau Holland schwebt über den Hacker-Seelen

Stellenmarkt
  1. Application Integration (iPaaS) Engineer (m/f/d)
    Körber IT Solutions GmbH, Hamburg
  2. Entwicklungsingenieur (m/w/d) Backofenelektronik / Home Connect
    BSH Hausgeräte GmbH, Traunreut
Detailsuche

"Sein Geist schwebt irgendwie über uns", meinte ein Kongressteilnehmer traurig, "was soll man sonst sagen?" Die weiblichen Hacker, die "Haecksen", mussten ihr Süppchen also alleine kochen. Und auch die üblichen Spaghetti a la Wau, die den Congress-Helfern, genannt "Engel", nach durchgearbeiteter Nacht voller "C3"-Vorbereitungen nicht selten serviert wurden, fielen aus. Dafür können sich die CCCler freuen, dass Hollands Mission und Vision von Informationsfreiheit gewahrt bleibt: Die Stiftung 'Wauland', bestehend aus Freunden und seinem Vater, startet gerade. Auch wenn ihr noch etwas Gründungskapital fehlt, wie sie auf einem eigenen Panel während der Veranstaltung verkündete.

Die interne Kommunikation war diesmal besser als sonst. Auf einem eigens zur Veranstaltung eingerichteten "Weblog" mit bisher unklarem Archiv-Ort, gepowert von der Freeware Greymatter, kümmerte sich eine eigene Online-Redaktion um aktuelle News auf Deutsch und Englisch. Die Seite hielt die 18C3-Teilnehmer zusammen, berichtete über aktuelle Contests, Erfahrungen mit den Nahrungsmittelgeschäften in der Nähe, Filmvorführungen, FTP-Server im lokalen Netz und vieles mehr. Dort war dann auch zu lesen, dass das Landeskriminalamt Berlin ein paar Beamte zu "Bildungszwecken" auf den Congress geschickt hatte. Die Polizeibesatzung wuchs allerdings auf bis zu 30 Personen an, wie Gerüchte unter den Teilnehmer besagten.

Eine Heinrich-Böll-Gesamtschule als Defacement-Opfer

Fette Hacks blieben zumindest oberflächlich aus; so fand das traditionsreiche "Linux Deathmatch" nur spärlich Teilnehmer. Dafür wurde aber wie immer "Software" getauscht ohne Ende. Da der moderne junge Hacker von heute (fast) nur noch Open-Source-Programme der verschiedensten Geschmacksrichtungen einsetzt, waren dabei offenbar Filme und TV-Serien am beliebtesten - darunter etwa ganze Staffeln von "Enterprise" (Neue Star-Trek-Serie) oder Hacker-Lieblinge wie der aktuell im Kino laufende "Herr der Ringe".

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 18. Chaos Communication Congress: Hacken und Hacken lassen18. Chaos Communication Congress: Hacken und Hacken lassen 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


godleZz 02. Dez 2002

der congress dient zum austauch,konversation und neue kontakte/freunde zu schliesen! nur...

UsL 18. Jun 2002

Dem kann ich nur zustimmen ich war auf dem 18C3 und eigentlich war jeder den man nett...

crusader 17. Feb 2002

ICH WILL HACKEN LERNEN! WER ZEIGTS MIR???!!!

PrinzValium 04. Jan 2002

Ich würde meine Informationen auch nicht an jemanden (wie du) der keine Ahnung hat...

Nostromo 03. Jan 2002

Ich finde immernoch das dieser Congress nur ein fake ist. Das ware geht doch erst...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Garmin Fenix 7 im Test
Outdoor-Wearable mit fast allem Drin und Dran

Eine weitere Funktionslücke ist geschlossen: Nun hat auch die Garmin Fenix 7 einen Touchscreen - und noch mehr Akkulaufzeit.
Von Peter Steinlechner

Garmin Fenix 7 im Test: Outdoor-Wearable mit fast allem Drin und Dran
Artikel
  1. Musterfeststellungsklage: Parship kann eine Kündigungswelle erwarten
    Musterfeststellungsklage
    Parship kann eine Kündigungswelle erwarten

    Die Verbraucherzentrale ruft zur Kündigung bei Parship und zur Teilnahme an einer Musterfeststellungsklage auf. Doch laut Betreiber PE Digital ist das aussichtslos.

  2. Coronapandemie: Bayern und Sachsen-Anhalt steigen aus Luca aus
    Coronapandemie
    Bayern und Sachsen-Anhalt steigen aus Luca aus

    Immer mehr Länder wollen die Luca-App nicht mehr nutzen. Bayern will verstärkt auf die Corona-Warn-App setzen.

  3. Open Source: Antworten Sie innerhalb von 24 Stunden
    Open Source
    "Antworten Sie innerhalb von 24 Stunden"

    Die E-Mail eines großen Konzerns an den Entwickler von Curl zeigt wohl eher aus Versehen, wie problematisch das Verhältnis vieler Firmen zu Open-Source-Software ist.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3070 Ti 8GB 1.039€ • 1TB SSD PCIe 4.0 127,67€ • RX 6900XT 16 GB für 1.495€ • Razer Gaming-Tastatur 155€ • LG OLED 65 Zoll 1.599€ • Alternate (u.a. Razer Gaming-Maus 39,99€) • RX 6800XT 16GB 1.229€ • Thrustmaster Ferrari-Lenkrad 349,99€ • Razer Gaming-Stuhl 179,99€ [Werbung]
    •  /