IT-Systeme für das Katastrophenmanagement

Geographische Informationssysteme für das Krisenmanagement

Das Katastrophen- und Notfallmanagement kann durch den gezielten Einsatz von Informationstechnik (IT) deutlich verbessert werden. Dies ist ein wesentliches Ergebnis des Fraunhofer-Expertengesprächs "Katastrophen- und Notfallmanagementsysteme". Fachleute aus Forschungseinrichtungen, Katastrophenschutz und Industrie erörterten unter anderem, welche IT- Unterstützungssysteme bereits existieren und wie diese optimal eingesetzt werden können.

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So stellten Forscher von fünf Fraunhofer-Instituten Ergebnisse ihrer Studie "Marktanalyse Katastrophen- und Notfallmanagementsysteme" vor. Weitere Experten wie Dr. Irmgard Schwaetzer vom Deutschen Komitee für Katastrophenvorsorge DKKV erläuterten die Anforderungen an das Management im Ernstfall, beispielsweise beim Hochwasserschutz oder in der Chemieindustrie.

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Von den Folgen verheerender Unfälle und Naturkatastrophen sind auch in Deutschland jährlich eine Vielzahl von Menschen betroffen. Um schnelle und effektive Hilfe im Notfall leisten zu können, müssen Rettungskräfte detaillierte Kenntnisse über Gebäudezugänge, Lagerung von Gefahrgut u. Ä. besitzen. Doch im Ernstfall sind häufig wichtige logistische Informationen wie Pläne, Messdaten oder Bildmaterial nicht direkt verfügbar, die Einsatzleiter können nicht sofort auf Daten und Programme - beispielsweise Lager- oder Personalplanungssysteme - zugreifen. Außerdem bestehen oft Defizite in der Kommunikation zwischen Einsatzkräften, Managementverantwortlichen und externen Spezialisten sowie weiteren Beteiligten. Diese Mängel belegt auch die Fraunhofer-Studie "Marktanalyse Katastrophen- und Notfallmanagementsysteme", für die rund 400 Entscheidungsträger aus Hochwasserschutz und Chemieunternehmen befragt wurden.

Eine Schlüsselrolle im Hinblick auf künftige IT-Lösungen für das Krisenmanagement spielen geographische Informationssysteme (GIS), die raumbezogene Daten für den Anwender zielgerichtet aufbereiten. Zwar sind GIS bereits in vielen Organisationen und Unternehmen im Einsatz, dennoch wünschen über 50 Prozent der befragten Entscheidungsträger im Umfeld von Katastrophen- und Notfallschutz weiterführende Lösungen wie z. B. Entscheidungsunterstützungssysteme oder multimediale Trainings- und Schulungsprogramme.

Durch den Einsatz von GIS lässt sich etwa ein Hochwasseranstieg im Vorfeld gefahrlos simulieren. Die trainierenden Rettungskräfte können komplexe Daten situationsabhängig und gezielt aus verschiedenen Quellen wie Bebauungsplänen, Landkarten oder Notfallbestimmungen problemlos abrufen. Ein Visualisierungssystem ermöglicht es zudem, physikalische Vorgänge wie die Ausbreitung der Wassermassen optisch darzustellen, das unterstützt die Entscheidungsfindung. Damit können die Helfer beispielsweise die Evakuierung der Bevölkerung im Notfall präzise einüben.

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Veranstalter des Fraunhofer-Expertengesprächs waren das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, Darmstadt; das Fraunhofer Center for Research in Computer Graphics (CRCG), Providence, USA; das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM, Kaiserslautern; das Fraunhofer-Institut für Informations- und Datenverarbeitung IITB, Karlsruhe sowie das Fraunhofer- Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, Oberhausen.

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