Staatsanwaltschaft ermittelt gegen CPU Softwarehouse AG

Verdacht der Untreue und Kursmanipulation gegen ehemalige Vorstände

Die Staatsanwaltschaft des Amtsgerichts Augsburg verdächtigt ehemalige Führungskräfte und Mitarbeiter des Softwareanbieters CPU Softwarehouse AG der Untreue. Ein damaliges Vorstandsmitglied der Firma CPU Softwarehouse AG mit Sitz in Augsburg, seine Ehefrau sowie drei in der Führungsebene beschäftigte Angestellte hätten jeweils kurz vor der Veröffentlichung negativer Unternehmensnachrichten in mehreren Fällen Aktienverkäufe in der Größenordnung von insgesamt ca. 270.000 Euro getätigt oder zu diesem Zweck die Insiderkenntnisse den Mitbeschuldigten offenbart.

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Die Staatsanwaltschaft Augsburg überprüft derzeit im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens, ob insoweit verbotene Insidergeschäfte vorliegen.

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Ein weiteres Ermittlungsverfahren richtet sich unter anderem gegen einen ehemaligen Analysten der Bayerischen Landesbank Girozentrale und ein weiteres damaliges Vorstandsmitglied der Firma CPU Softwarehouse AG wegen des Verdachts verbotener Insidergeschäfte und des Kursbetrugs.

Der Verdacht geht dahin, dass sechs Personen gemeinschaftlich im Zeitraum Januar 2000 bis Mai 2000 zumindest kursstützende Maßnahmen, wie beispielsweise eine Analyse mit Kurszielangabe und Kaufempfehlung, zum Zwecke möglichst profitablen Abverkaufs größerer Aktienpakete initiierten, obschon Insiderkenntnisse über Unternehmensereignisse vorlagen, nach deren Bekanntwerden eine erhebliche negative Kursbeeinflussung zu erwarten war. Es sollen dann etwa eine Million Aktien zum Börsenwert von ca. 30 Millionen Euro von der Ehefrau des betreffenden weiteren Vorstandsmitglieds im besagten Zeitraum verkauft worden sein.

Gegenstand eines dritten Ermittlungsverfahrens gegen fünf Personen, darunter zwei, die je in einem der beiden vorgenannten Ermittlungsverfahren involviert sind, wegen Verdachts der Untreue oder der Teilnahme hieran zum Nachteil der Firma CPU Softwarehouse AG ist die Überprüfung mehrerer von der Firma CPU Softwarehouse AG im Jahre 1999 getätigter, möglicherweise krass überteuerter Firmenzukäufe in mehrstelliger Millionenhöhe.

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Von der Staatsanwaltschaft Augsburg wurden in allen drei Ermittlungsverfahren Durchsuchungsbeschlüsse für 26 Objekte erwirkt, die vom Bayerischen Landeskriminalamt am 18. Dezember 2001 ab 9.00 Uhr bundesweit (Augsburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, München, Stuttgart u. a.) vollzogen wurden. Hierbei konnte umfangreiches Beweismaterial sichergestellt werden. Gleichzeitig wurden zur Gewinnabschöpfung erhebliche Vermögenswerte der Beschuldigten arrestiert.

"Gerade haben wir es geschafft, die CPU wieder auf eine solide wirtschaftliche Basis zu stellen und das Vertrauen des Marktes wie auch der Öffentlichkeit zurückzugewinnen", gibt sich Manfred W. Köhler, Vorstand und Leiter des European Management Board der CPU bedrückt. Das Verfahren richtet sich nicht gegen die CPU Softwarehouse AG, sondern unter anderem gegen ehemalige Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter der Gesellschaft.

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