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Spieletest: Doom - Ego-Shooter für die Jackentasche

GBA-Version des Actionspieles in Deutschland erhältlich. Als id Software 1993 das Spiel Doom veröffentlichte, ahnte wohl niemand auch nur ansatzweise, welchen Einfluss dieser Titel auf die zukünftige PC-Spiele-Geschichte haben würde. Das als Urvater der Ego-Shooter geltende Spiel ist zudem selbst heute noch aktuell, wie die gerade erschienene Variante für den Game Boy Advance eindrucksvoll beweist.
/ Thorsten Wiesner
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Dabei hielten es die meisten wohl zunächst für einen Aprilscherz, als bekannt wurde, dass Activision den Shooter auf Nintendos Handheld portieren will. Das Ergebnis lässt Spötter aber verstummen, denn sowohl in Sachen Präsentation als auch in Bezug auf das Gameplay gehört diese Doom-Version zu den Spielen, die ihr Geld definitiv wert sind.


Wie sich bereits im Vorfeld andeutete, handelt es sich bei dem GBA-Titel um eine mehr oder weniger originalgetreue Umsetzung des ersten Doom für PC. Einige Level wurden zwar minimal verändert und sind nun zum Teil etwas kleiner, prinzipiell wird man aber als erfahrener Actionheld ein Aha-Erlebnis nach dem anderen durchleben. Gleiches gilt auch für die Menüs und die Zwischenbilder.


Die Spielsteuerung funktioniert erstaunlich gut: Die beiden Aktionstasten übernehmen die Funktionen Schießen und Betätigen, und mit den beiden Buttons an der Rückseite des Gerätes kann man seitlich nach rechts oder links gehen. Die anderen Laufrichtungen werden durch das Steuerkreuz vorgegeben.

Natürlich wurde Wert darauf gelegt, dass das Spiel auch länger als ein paar Tage im deutschen Handel erhältlich ist. So verzichtete man auf rotes Blut und erlegte Monster verschwinden sofort, über übermäßige Brutalität kann man sich also wirklich nicht beschweren. Die Waffen wurden allerdings alle beibehalten, von der einfachen Pistole bis zum mächtigen Raketenwerfer ist alles dabei, was das Ballerherz begehrt.


Grafisch sieht Doom recht ansprechend aus, allerdings sorgt der recht kleine Bildschirm dafür, dass gerade weit entfernte Monster kaum besser als Pixelhaufen aussehen. Dafür ruckelt das Ganze auch bei heftigeren Gefechten praktisch gar nicht. Die Musikuntermalung hebt sich vom normalen Standard-Gepiepse ab, das man bisher am GBA erleben durfte.


Fazit:
Doom auf dem Game Boy Advance ist sicherlich nicht der Hit schlechthin, dafür ist das Original-Spiel bereits zu alt und die Idee zu bekannt. Eine äußerst unterhaltsame Angelegenheit ist das Ganze aber dennoch – wer hätte schon wirklich gedacht, dass sich ein Ego-Shooter derart verlustfrei auf einer Handheld-Konsole spielen lassen würde? Wer also demnächst auch in der U-Bahn Monster erlegen oder sich gar mit anderen Spielern unterwegs Multiplayer-Gefechte liefern möchte, findet derzeit wohl kaum eine bessere portable Möglichkeit, seine Schießwut zu befriedigen.


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