Das Web Standards Project tritt ab
Das Web Standards Project trat vor allem für die Unterstützung von Web-Standards ein, die vom World Wide Web Consortium (W3C) verabschiedet werden. Mit den aktuellen Browsern wie Internet Explorer 5+, Opera 5+, Netscape 6 oder Mozilla, die alle eine breite Unterstützung der geforderten Standards bieten, sei nun die Aufgabe des WaSP eigentlich vorüber.
Eigentlich, denn trotz der Bemühungen des W3C, der Browserhersteller und einer Minderheit von Web-Designern und Entwicklern sei das Web weiterhin weitestgehend zerklüftet und gefüllt mit nicht validem und inkompatiblem Code sowie unstrukturierten Dokumenten, die Millionen Web-User frustrieren. Schuld daran sind nach Meinung das WaSP heute aber vor allem Designer und Entwickler, die noch immer an den Eigenarten des Web-Designs der 90er hängen. Dies liege aber auch an "hilfreicher" Software, die für die 4.0er Browser optimierte Seiten erstellt.
Aber die Kunden seien alles andere als unschuldig, verwechseln diese doch zu oft das Web mit Gedrucktem und verlangen ein pixelgenaues Rendering in Browsern, mit denen sich das nicht bewerkstelligen lässt, ohne Inkompatibilitäten zu provozieren. Einige legten zudem zu viel Wert auf Abwärtskompatibilität, dass die Zukunftssicherheit zu kurz kommt oder gar ganz außen vor bleibt: "Ihre Seite sieht also in Netscape 4 und IE6 gleich aus. Und wie sieht sie in einem Browser der Version 7 aus? Auf einem drahtlosen Endgerät? Auf einem Webphone? In einem Braille-Reader? Was wird aus ihren aufwendig produzierten Web-Dokumenten in zwei Jahren? In fünf?"
So zieht sich das Web Standards Project mit seiner alten Forderung zurück: "W3C-Standards, die mittlerweile von allen wichtigen Browsern unterstützt werden, sind der einzige Weg um sicherzustellen, dass Seiten, die heute entwickelt werden, auch in Zukunft funktionieren - heute und morgen."