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Mit BodyScan dem Hautkrebs auf der Spur

Bildauswertungs-Software soll Veränderung von Hautmalen erkennen

Pro Jahr erkranken in Deutschland etwa 100.000 Menschen neu an Hautkrebs. Bei rechtzeitiger Früherkennung sollen die Heilungschancen groß sein. Eine Bildauswertungs-Software soll künftig dem Arzt helfen, bösartige Hautveränderungen schnell und zuverlässig zu erkennen.

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Innerhalb der nächsten zehn Jahre - so die düstere Prognose der Experten - soll sich die Zahl der Hautkrebsfälle sogar verdoppeln. Doch im Vergleich zu anderen Krebsarten kann der Hautkrebs früh erkannt werden, denn er entwickelt sich äußerlich sichtbar. Je früher der Tumor diagnostiziert und behandelt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Bislang mussten sich Dermatologen allerdings allein auf ihr trainiertes Auge und die Lupe verlassen - zusätzliche Hilfsmittel gab es nicht.

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Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Biomedizinische Technik IBMT in St. Ingbert haben nun eine neue Software zur Bildauswertung entwickelt, die den Hautarzt bei der Untersuchung unterstützt. Der Dermatologe macht per Digital- oder Videokamera Aufnahmen von der Haut des Patienten. Beim nächsten Arztbesuch werden erneut Bilder angefertigt und mit alten Fotografien verglichen. Die Auswertung übernimmt die ausgeklügelte Bildauswertungs-Software. Sie erkennt, ob neue Muttermale hinzugekommen sind oder ob sich Leberflecke krankhaft verändert haben. Durch Überblendungen der aktuellen und der letzen Aufnahme kann der Mediziner die Entstehung neuer Male sofort am Monitor feststellen. Markante Hautveränderungen werden auf seinen Wunsch entweder farbig, blinkend oder mit einem Leuchtring markiert angezeigt. So kann der Mediziner schnell und zuverlässig bösartige Hauttumore erkennen.

Bei der Entwicklung der Software mussten die Fraunhofer-Forscher vor allem zwei Probleme berücksichtigen. In der Zeit zwischen den Aufnahmen verändert sich die Haut des Patienten. Außerdem ist es kaum möglich, den Betroffenen in exakt derselben Position und bei gleichen Lichtverhältnissen zu fotografieren. "Daher muss das Programm die bei unterschiedlichen Aufnahmebedingungen gewonnenen Bilder automatisch korrigieren, bevor sie miteinander verglichen werden", erläutert Dr. Frank Volke, Leiter der Arbeitsgruppe Magnetische Resonanz am IBMT die Herausforderung. Dies gelingt mit Hilfe eines komplexen mathematischen Algorithmus, der von dem Fraunhofer-Forscher Stefan Schreiner entwickelt wurde.

Das hilfreiche Bildauswertungsprogramm ist bereits auf dem Markt erhältlich. Das Unternehmen Teach Screen Software GmbH vermarktet die Software unter dem Namen BodyScan. Das System wurde nach Angaben der Entwickler schon in verschiedene europäische Länder, die USA und Brasilien verkauft.



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