Spieletest: Moto Racer 3 - Sechs Rennspiele in einem
Electronic Arts bringt Fortsetzung des Motorrad-Rennens. Wer realistische Motorradrennen fahren will, greift zu Superbike, wer Motocross-Action bevorzugt, spielt Motocross Madness, wer aber beides und noch viel mehr will, wird vielleicht mit Moto Racer 3 glücklich. Hier kann der eigene Feuerstuhl gleich in sechs verschiedenen Spielmodi über die Pisten gehetzt werden.
Im Tempo-Modus fährt man über Hochgeschwindigkeitskurse einen Grand Prix nach dem anderen und misst sich mit anderen Rennfahrern, beim Freestyle hingegen ist eine gekonnte Beherrschung des Gefährtes wichtiger als die höchste Geschwindigkeit. Ähnliches gilt für die Trial-, Motocross- und Supercross-Strecken, wohingegen man sich auf den Stadtkursen nicht nur mit anderen Rennfahrern, sondern auch mit dem Straßenverkehr herumschlagen muss.
Für Abwechslung ist also gesorgt, und auch bei der Auswahl der Gerätschaften zeigten sich die Entwickler von Delphine spendabel: Aus 24 verschiedenen Motorrädern und 8 unterschiedlichen Teams darf sich jeder seinen eigenen Favoriten aussuchen. Leider verwandte man auf die sehr kargen Menüs und die ein wenig umständliche Benutzerführung nicht ganz so viel Sorgfalt - so ist es nur sehr schwer nachvollziehbar, wieso etwa der Joystick nur durch eine Tastenkombination zuschaltbar ist, über die Menüs selber jedoch kein Steuergerät konfiguriert werden kann.
Die Computergegner fahren zumeist recht herausfordernd, teils allerdings auch etwas unfair: Im Straßenverkehr etwa sind die häufigen Spurwechsel der zahlreichen Autofahrer derart unvorhersehbar und willkürlich, dass man oftmals schuldlos und unfreiwillig den Fahrersitz verlassen muss. Grafisch sieht das Ganze recht ansprechend aus, bei der Geräuschkulisse hätte man sich aber etwas mehr Mühe geben dürfen, viel mehr als ein wenig Motorengebrumme und gelegentliches Zuschauergejohle wird nicht geboten.
Fazit: Prinzipiell ist es sicherlich sehr löblich, wie Moto Racer derart viele Spielmodi zu einem Programm vereint und so für spielerische Abwechslung sorgt. Zu einem Top-Titel reicht es aber leider trotzdem nicht - dafür ist die Benutzerführung zu unkomfortabel und die Präsentation zu unspektakulär.