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Nimda führt Viren Top Ten des Jahres 2001 an

Sophos: E-Mail-fähige Würmer auf dem Vormarsch

Der Antiviren-Spezialist Sophos hat bei der Auswertung seiner Supportstatistik festgestellt, dass 2001 nur zwei einzelne Viren, nämlich Nimda und Sircam, für fast 50 Prozent aller Anrufe beim Sophos-Support gesorgt haben. Code Red, der medienpräsenteste Virus dieses Jahres, ist in der Statistik nicht einmal vertreten.

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Sophos hat bis jetzt in diesem Jahr 11.160 neue Viren, Würmer und Trojaner entdeckt. Die Sophos-Virenlabore entdecken heute durchschnittlich über 30 Viren pro Tag.

Die Viren-Top-Ten-Liste sieht nach Angaben des Technischen Supports von Sophos folgendermaßen aus:

  • 1. W32/Nimda 27,2 Prozent Nimda
  • 2. W32/Sircam-A 20,3 Prozent Sircam
  • 3. W32/Magistr 12,0 Prozent Magistr
  • 4. W32/Hybris 6,2 Prozent Hybris
  • 5. W32/Apology 3,8 Prozent Apology
  • 6. VBS/VBSWG-X 3,6 Prozent Homepage
  • 7. VBS/Kakworm 3,1 Prozent Kakworm
  • 8. VBS/SST-A 2,0 Prozent Kournikova
  • 9. W32/Badtrans 1,85 BadTrans
  • 10.W32/Navidad 1,8 Prozent Navidad

Andere: 18,2 Prozent

"Der unbekannte Nimda-Autor hat seine Kreation erst im September vom Stapel gelassen, und dennoch ist Nimda der Grund für mehr als ein Viertel aller Anrufe beim Sophos-Support gewesen", erklärte Gernot Hacker, Senior Technical Consultant bei Sophos Anti-Virus. "Nimda war sehr effektiv, da er sich mehrerer Sicherheitslücken bediente. Wahrscheinlich werden wir in Zukunft noch weitere Attacken dieser Art erleben."

Knapp hinter dem Nimda-Wurm befindet sich der Sircam-Wurm in der Rangliste. Da Sircam bei jeder Replizierung eine neue Betreffzeile erzeugt, klickten zahlreiche Anwender achtlos infizierte E-Mail-Attachments an. Sircam richtete besonders viel Schaden an, da er vertrauliche Dokumente stahl und an alle im Adressbuch eingetragenen E-Mail-Adressen weiterschickte.

Neben allen neu entdeckten Viren und Würmern, wie Nimda, Sircam, Anna Kournikova und Homepage, erscheint in der Viren Top Ten auch ein Wurm, der erstmals 1999 auftauchte. Der Kakworm führte die Statistik bereits letztes Jahr an und ist dieses Jahr noch auf Platz sieben zu finden.

Interessant ist bei der Virenrückschau des Jahres, dass die strafrechtliche Würdigung der Programmierer nur schleppend vorangeht oder mit belanglosen Strafen geahndet wird. Der Autor des Anna-Kournikova-Wurms, Jan de Wit, wurde zwar für schuldig erklärt, aber nur zu 150 Stunden gemeinnütziger Arbeit in den Niederlanden verurteilt. In den USA hingegen wartet David L. Smith, zwei Jahre nachdem er sich schuldig bekannt hatte, den Melissa-Virus geschrieben zu haben, immer noch auf seine Verurteilung.

Mit FunnyFile und Choke wurden in 2001 erstmalig Viren entdeckt, die die Instant-Messaging-Plattform angriffen. Dies zeigte Anwendern, dass es notwendig ist, umsichtiger zu sein. Unternehmen erkannten, dass Viren nicht nur über E-Mails verbreitet werden. Trotz eines künstlich erzeugten Hypes tauchte 2001 kein Virus auf, der Palms oder Handys befiel.

Laut Sophos wird es 2002 zu noch mehr Virusattacken kommen. Ständig offene Verbindungen zu Hause mittels ADSL und Kabelmodems erhöhen dabei die Verwundbarkeit für Hackerangriffe.


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