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KI-Professor gewinnt Deutschen Zukunftspreis

Bundespräsident vergab Deutschen Zukunftspreis 2001 in Berlin. Gestern Abend übergab Bundespräsident Johannes Rau in Berlin den Deutschen Zukunftspreis 2001 für herausragende Innovationen deutscher Wissenschaftler und Techniker. Der Preis ging an Prof. Dr. Wolfgang Wahlster vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in Saarbrücken.
/ Ingo Pakalski
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Wahlster wurde für sein Projekt "Sprachverstehende Computer als Dialog- und Übersetzungsassistenten" ausgezeichnet. Als Begründung nannte die Jury, dass der Gruppe um Prof. Wahlster die Entwicklung einer innovativen Sprachverarbeitungsmethode gelungen sei, die Spontansprache erkennt, analysiert und übersetzt. Damit seien hörende und sprechende Computer keine Fiktion mehr, hieß es weiter.

Das System von Prof. Wahlster beruht auf verschiedenen Ebenen der Sprachverarbeitung, in denen Wissensquellen implementiert wurden, um so das "Verstehen" des Systems zu ermöglichen. Sprachverstehende Computersysteme soll in naher Zukunft den Zugriff von jedermann – unabhängig von Bildung oder Erfahrung – auf das gesamte digital gespeicherte Wissen der Welt erlauben. Davon ausgehend wurden bereits verschiedene vollständig implementierte Sprachdialogsysteme und rund 20 marktfähige Produkte entwickelt.

Die Preisübergabe fand im neu erbauten Kommunikationszentrum des Max-Delbrück-Centrums in Berlin-Buch statt, das damit erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die Moderation übernahm Klaus-Peter Siegloch, er stellte die Projekte und Nominierten vor.

Der Deutsche Zukunftspreis zeichnet einen Einzelnen oder ein Team für eine hervorragende technische, ingenieur- oder naturwissenschaftliche Innovation aus. Deren gesicherte Umsetzung und Marktfähigkeit, damit verbunden die Schaffung von Arbeitsplätzen, sind notwendige Prämissen der prämierten Leistung.


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