Interaktives Fernsehen in Deutschland weitgehend unbekannt
Über die neue Digitaltechnik sind "PC-Freaks" mit 47 Prozent noch am besten informiert, "TV-Vielseher" dagegen nur zu 35 Prozent. Unterschiedlich auch das Interesse und die Nutzungspotenziale dieser beiden Zielgruppen.
Unter der neuen Technologie stellen sich "PC-Akteure" ein stärker individualisiertes Infotainment-Erlebnis und eine individuellere Programmgestaltung vor, während der Fernsehgemeinde vor allem eine noch größere Programmvielfalt vorschwebt.
Deutlich fällt die Antwort darauf aus, inwieweit zukünftig digitalisiert angebotene Dienstebündel Einfluss auf die Mediennutzung haben könnten: Die traditionelle Videonutzung würde sich um 37 Prozent reduzieren, die Ausleihe von Videobändern um 35 Prozent. Jeder Dritte geht ferner davon aus, weniger klassisch fernzusehen und zu 27 Prozent nennen die Bundesbürger, Zeit bei anderen Tätigkeiten einzusparen. Interessanterweise wird ebenfalls zu 27 Prozent "weniger Zeit online am heimischen Computer zu verbringen" als eine weitere denkbare Auswirkung genannt. Jeder Fünfte würde nach den Studienergebnissen weniger häufig ins Kino gehen.
"Nicht alles was technisch machbar ist, wird sich am Markt durchsetzen" , sagte Dr. Reinhold Horstmann, Director Media Electronic bei TNS EMNID. "Es geht allerdings nicht um immer mehr Optionen, mehr Inhalte und um mehr Quantitäten, sondern um intelligente Anwendungen und das Identifizieren von Kundensegmenten, die spezifische Bedürfnisse haben und ein maßgeschneidertes Angebot auch honorieren würden."
Neben den unterschiedlichen Nutzertypen (TV versus PC) zeigt die von Premiere World gesponserte Studie interessante iTV-Anwendungen auf und gibt Auskunft über mögliche Nutzungsverschiebungen durch iTV. Ein Summary der "Grundlagenstudie iTV" kann für 250,- Euro bei Joachim Bacher, Projektleiter der Studie iTV, unter joachim.bacher@emnid.tnsofres.com bezogen werden.



