Studie über weltweiten Bluetooth-Markt erschienen
Nach Jahren der Rückschläge und enttäuschten Erwartungen bestehen nun realistischere Aussichten, dass sich die Milliardeninvestitionen in die Entwicklung der Bluetooth-Technologie auch auszahlen. Bisher scheiterte eine breite Markteinführung an technischen Problemen und den hohen Kosten, nun aber erobert Bluetooth handfeste Anwendungsbereiche. Wichtige Schritte auf dem Weg zum Erfolg waren im Jahr 2001 die Entwicklung der ersten echten Ein-Chip-Lösungen, die sinkenden Kosten der Subsysteme und die Einführung von Geräten, die der Bluetooth-Spezifikation 1.1 entsprechen. Damit ist trotz weiter anhaltender Probleme mit Interferenz, Interoperabilität und Sicherheit der Durchbruch markiert. Auf dieser Basis lässt sich die Kundenakzeptanz ausbauen und die Entwicklung der nächsten Produktgeneration vorantreiben.
Bluetooth als Industriestandard existiert erst seit dem Jahr 1998. Im Vergleich zu anderen Technologien, die zehn oder mehr Jahre für ihre Entwicklung brauchten, hat Bluetooth damit spektakuläre Fortschritte gemacht. Dennoch hatten frühere Prognosen von Frost & Sullivan den für die Markteinführung erforderlichen Zeitraum noch etwas unterschätzt. Auch die gegenwärtige globale Konjunkturabschwächung zwingt die Unternehmensberatung zu einer Korrektur ihrer Vorhersagen.
Nach Michael Wall, Bluetooth-Spezialist bei Frost & Sullivan, lag bisher der Schwerpunkt bei Entwicklung und Einsatz von Bluetooth in Europa, jetzt drängt jedoch Nordamerika an die Spitze, und auch Asien macht rasante Fortschritte.
In Europa ist das Handy die wichtigste Anwendung, auch wenn die größeren Handyanbieter noch mit der breiten Einführung zögern. Die führenden Unternehmen sind hier Red-M, Bluetags, Norwood Systems, Cambridge Silicon Radio, Digianswer, Ericsson und Parthus Technologies. Der Absatz Bluetooth-fähiger Handys soll im Jahre 2007 weltweit 547 Millionen Stück erreichen, was einem Umsatz von 88 Milliarden US-Dollar entspricht.
In Nordamerika sind Computer- und Telekommunikationsausrüster wie Palm, 3Com, Motorola und Compaq und Chiphersteller wie Transilica, Zeevo, Texas Instruments und Agere Systems am stärksten im Bluetooth-Markt engagiert.
In Asien liegen tragbare Computer als wichtigster Anwendungsbereich vor Mobiltelefonen. Von Unternehmen wie UMC und TSMC kommt ein Großteil der weltweiten Bluetooth-Chipproduktion, während TDK Group, ALPS, Taiyo Yuden, OKI Semiconductor und andere externe Komponenten und Module liefern.
Interesse besteht auch in Lateinamerika, Afrika und dem Nahen Osten. Damit erweist sich Bluetooth als wirklich globale Technologie. Weltweit haben sich inzwischen über 2.500 Unternehmen der Bluetooth Special Interest Group angeschlossen.
Der Titel der Studie lautet Global Bluetooth Market. Sie ist für 5.000,- Euro bei Frost & Sullivan zu beziehen.