Gerüchte über neue NVidia- und ATI-Grafikchips
Den Gerüchten zufolge, deren Quelle die NVidia-Fansite nvNews zu sein scheint, plant NVidia, noch im Dezember einen neuen Low-End-Grafikchip mit der Bezeichnung NV17 anzukündigen. Bei diesem handle es sich um die Desktop-Version des kürzlich angekündigten mobilen Grafikchips NV17M, der auf GeForce2-Technologie basiert. Allerdings müsste eine leistungsfähigere T&L-Einheit mit Vertex- und Pixel-Shadern darin zu finden sein, da der NV17 im Grunde genommen zu einem Zeitpunkt kommt, an dem eine noch mehr abgespeckte GeForce3 zu erwarten gewesen wäre. Die GeForce2-MX-Chiplinie soll damit langsam abgelöst werden und in der Versenkung verschwinden, die Produktion soll bereits eingestellt worden sein und bis nächstes Jahr für Engpässe sorgen.
Für Januar wird schließlich die Ankündigung des GeFore3-Nachfolgers NV25 erwartet, der wahrscheinlich unter dem Namen GeForce4 die GeForce3 Ti 500 im High-End-Bereich ablösen wird. Der in 0,13 Mikron gefertigte NV25 soll den Gerüchten zufolge – wie die XGPU der Xbox-Konsole – eine zweite Vertex-Pipeline besitzen, deutlich höher getaktet werden, endlich Hardware iDCT für komplette DVD-Beschleunigung sowie TwinView (echte Mehrschirm-Unterstützung) unterstützen.
Vor Probleme gestellt wird NVidia beim NV25 jedoch durch den Partner TSMC, dessen 0,13-Mikron-Fertigungsprozess noch nicht fehlerfrei funktionieren soll. Gegenüber der britischen Website The Inquirer(öffnet im neuen Fenster) sollen Insider geschätzt haben, dass TSMC diese Probleme erst im ersten oder zweiten Quartal 2002 beseitigt haben wird. Damit könnte sich NVidias NV25 verspäten, wie es bereits der TSMC-Kunde Transmeta mit seinem Notebook-Prozessor Crusoe TM 5800 hätte erfahren müssen.
Neben NVidia arbeiten noch andere Hersteller an neuen Grafikchips, darunter auch ATI. Natürlich gibt es auch hier schon einige Gerüchte über einen nForce-Konkurrenten für Athlon-Mainboards, der zwar weniger Hitze entwickeln und Mainboard-Hersteller die freie Wahl der Southbridge ermöglichen soll, jedoch vermutlich auf Grund seiner Architektur (nutzt ein Standard-PCI Interface zwischen North- und Southbridge) nicht an die Bandbreite von NVidias nForce herankommen, bei dem AMDs Hypertransport-Technologie zum Einsatz kommt. In der zweiten Hälfte 2002 soll dann noch der Mainboard-Grafikchip "A4" folgen, mit Unterstützung für den Pentium 4 und einem Grafikkern, der im Gegensatz zum A3 auf dem Radeon-8500-Grafikkern basieren und ebenfalls DDR-SDRAM unterstützen soll.
Als Anmerkung sei noch einmal darauf hingewiesen, dass es sich hier zwar um interessante, aber mit Vorsicht zu genießende Gerüchte handelt, die wir lediglich zusammengetragen haben. Wie viel davon wahr ist und welche Leistung von den fertigen Produkten zu erwarten ist, wird sich in den nächsten Monaten zeigen.
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