Bitkom warnt vor Risiken bei Last-Minute-Euro-Umstellung

Jeder zweite Mittelständler hat noch nicht umgestellt

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) warnt vor Engpässen bei der Umstellung der betriebswirtschaftlichen Software auf den Euro in den letzten Wochen des Jahres. Umfragen zufolge hat etwa die Hälfte der kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland ihre kaufmännische Software noch nicht auf den Euro umgestellt.

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Am 31. Dezember endet der vom Gesetzgeber vorgeschriebene Übergangszeitraum für die Umstellung auf die neue Währung unwiderruflich. "Welche Auswirkungen eine verspätete Umstellung nach dem 1. Januar 2002 hat, ist manchen Unternehmen offenbar nicht klar", mahnte Bernhard Rohleder, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Bitkom.

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Da die Buchhaltung laut Gesetzgebung (§ 239 HGB) in einer so genannten "lebenden Sprache" zu führen sei, muss der gesamte bargeldlose Handels- und Zahlungsverkehr ab 2002 in Euro oder einer anderen gültigen Währung erfolgen.

"Ohne aktualisierte betriebswirtschaftliche Software ist ein Unternehmen also praktisch handlungsunfähig", gibt Rohleder zu bedenken. Die Folgen einer verspäteten Währungsumstellung seien zusätzliche Kosten und eine erhebliche Wartezeit. Denn die Komplexität der Euro-Umstellung fordere je nach Größe eines Unternehmens einen Zeitaufwand bis zu einem dreiviertel Jahr.

Die Beratungskapazitäten der Softwareindustrie dürften durch die hohe Nachfrage zum Jahresende nahezu erschöpft sein, schätzt Bitkom. Schwerwiegend und nicht zu unterschätzen sei auch der Imageschaden für die Unternehmen. Rohleder: "Euro-Muffel riskieren Kreditwürdigkeit und Ansehen ihres Unternehmens." Die Relevanz des Themas sei vergleichbar mit der Jahr-2000-Umstellung. Diese sei nur deshalb weitgehend problemlos erfolgt, da sich der Großteil der Unternehmen rechtzeitig um die Aktualisierung seiner Software gekümmert habe.

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