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Untersuchung: Bringt i-mode den Durchbruch für WAP?

Studie über den europäischen Markt für WAP und i-mode

Eine neue Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan sieht verbesserte Chancen für das Geschäft mit Internetangeboten auf Mobiltelefonen, hier zu Lande meist unter dem Begriff WAP bekannt. Bis Ende 2002 sollen die Nutzerzahlen für derartige Angebote zunächst langsam wachsen und etwa zehn Prozent der Mobilfunkteilnehmer erreichen. Bis 2006 könnte diese Zahl dann auf 65 Prozent ansteigen. Beflügelt wird der Markt durch das aus Japan importierte Angebot i-mode, das seinen Siegeszug demnächst auch in Europa antreten soll.

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Sinkende Einnahmen pro Teilnehmer, der hohe Aufwand für die Kundengewinnung und gigantische Schulden durch UMTS-Lizenzen und -Investitionen zwingen Netzbetreiber und Diensteanbieter im Mobilfunksektor zur Erschließung neuer Einnahmequellen und zur Intensivierung der Kundenbindung. Hierbei könnten mobile Datenangebote wie WAP und i-mode eine wichtige Rolle spielen. Allerdings wurden WAP-Dienste in Europa bisher schlecht vermarktet.

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Die vollmundige Ankündigung, mit WAP könne man per Handy im Internet surfen, steht nun der Akzeptanz der tatsächlichen Angebote im Wege. Das mobile Internet ist etwas anderes als das Internet am PC, wenn es um Vielfalt, Zugang, Darstellung und Benutzerfreundlichkeit geht. Entsprechend sind es auch andere Angebote, die sich für das Handy eignen und die mit Nachfrage rechnen können.

Problematisch sei auch, dass die europäischen Anbieter ihre mobilen Internetangebote bisher als "WAP-Dienste" vermarktet haben, so die Studienautoren. WAP ist kein Dienst, sondern eine Technologie. Durch die begriffliche Fusion von Technologie und Dienst wurde nach Allison Webb, Research Analystin bei Frost & Sullivan, nicht ausreichend deutlich, was mobile Internetangebote eigentlich sind. Die Werbung müsse deshalb künftig den Schwerpunkt auf die Dienste als solche legen und dabei Bezeichnungen wie WAP und Internet vermeiden, denn letztendlich entscheiden Anwendungen und Dienste über die Akzeptanz - und nicht die Technologie.

In diesem Zusammenhang könnte vor allem der Markteintritt des japanischen Netzbetreibers NTT DoCoMo mit seinem europäischen Partner KPN Mobile, Mehrheitsgesellschafter der deutschen E-Plus, neue Impulse bringen. In Japan hat i-mode seit der Einführung des Dienstes im Februar 1999 seinen Kundenstamm auf mehr als 29 Millionen zahlende Teilnehmer ausbauen können. Laut Anbieter sind in Japan derzeit mehr als 40.000 spezielle Internetseiten über i-mode abrufbar und den Anwendern stehen Möglichkeiten wie E-Mail, Online Banking, Ticketreservierung und standortbezogene Dienste zur Verfügung. Die anfallenden Kosten in Japan setzten sich zusammen aus einer monatlichen Grundgebühr in Höhe von ungefähr fünf Mark plus geringen Gebühren für das Volumen der übertragenen Daten und eventuell anfallende Abonnementkosten für die abgerufenen Seiten, die zwischen zwei und sechs Mark im Monat liegen. Der Preis für das Versenden einer E-Mail liegt in Japan bei ungefähr zwei Pfennig. Die zum Gebrauch notwendigen Mobiltelefone sind in den Anschaffungskosten vergleichbar mit europäischen Modellen, gelten aber als modischer, leichter und kleiner im Design.

Für den europäischen Markt sollen spezielle Mobiltelefone auf Basis des neuen GPRS-Standards entwickelt werden, die Browser für WAP- und i-mode-Angebote besitzen. Extra für den europäischen Markt werden die i-mode-Angebote auf einen WAP-Standard gebracht, so dass die bisherigen WAP-Anbieter eine direkte Konkurrenz bekommen. Die Preismodelle sind hier zu Lande allerdings noch unbekannt.

Attraktivität und Erfolg von i-mode sind dabei eher eine Sache des Geschäftsmodells als der Technologie. NTT DoCoMo wird i-mode nicht eins zu eins auf Europa übertragen. Die i-mode-Angebote in Westeuropa kombinieren vielmehr Komponenten von i-mode-Geschäftsmodell und -Technologie mit Inhalten, die den kulturellen Gegebenheiten vor Ort entsprechen. Die Zahl der Nutzer von reinen i-mode-Diensten in Westeuropa soll bis 2006 auf 31,4 Millionen ansteigen.

Insgesamt hängt das Wachstum der WAP-Teilnehmerzahlen neben Inhalten und Vermarktung vor allem von Vorhandensein und Inanspruchnahme von GPRS- und UMTS- Netzen und entsprechenden benutzerfreundlichen Handys mit Farbdisplays ab. WAP hat eine Zukunft in Westeuropa, die Nutzerzahlen werden aber viel langsamer wachsen als bei i-mode in Japan.

Der Titel der Studie lautet "Frost & Sullivan's Analysis Of WAP And i-mode Services In Western Europe". Die Untersuchung kann bei Frost & Sullivan für 5.000,- Euro bestellt werden.

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