eJay - 2,2 Mio. Euro Umsatz, aber 11 Mio. Euro Verlust
Die Sondereinflüsse resultieren überwiegend aus den Faktoren defizitärer werbefinanzierter Teile des Online-Bereichs (3,9 Millionen Euro), Vertriebsproblematik in Deutschland, verbunden mit einem Vertriebswechsel (1,0 Millionen Euro) sowie Sonderabschreibungen auf die schwedische Tochtergesellschaft eJay AB (2,5 Millionen Euro).
Als Maßnahme daraus wurden die defizitären Bereiche weitestgehend eliminiert und das Unternehmen verschlankt. Die Fokussierung auf das Kerngeschäft Musiksoftware führte zu ersten Ergebnissen. So konnten mit der Acclaim Entertainment GmbH für den deutschen Markt und Vivendi Universal für Nordamerika umfangreiche Vermarktungsverträge geschlossen werden. Zusätzliches Potenzial erhofft man sich von der Übertragung der PC-Musiksoftware auf weitere Plattformen wie zum Beispiel Spielekonsolen (PlayStation 2).
Der Umsatz im ersten Quartal liegt mit 3,0 Millionen Euro über dem Vorjahresquartal (2,4 Millionen Euro), das EBIT verbesserte sich auf minus 0,2 Millionen Euro. Die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen zeigen erste Erfolge. Unter anderem wurden die Personalkosten im ersten Quartal um 0,12 Millionen Euro reduziert.
Dennoch sei die Unternehmenssituation in Folge der angespannten Liquidität derzeit schwierig, warnt das Unternehmen.
EJay rechnet für das Geschäftsjahr 2001/2002 mit einem ausgeglichenen Ergebnis und einem Konzernumsatz in Höhe von 12,0 bis 15,0 Millionen Euro.



