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Spieletest: Alone in the Dark 4 für die PlayStation 2

Gruseladventure mit spannender Story und hakeliger Steuerung für lange Nächte. Mit "Alone in the Dark – The New Nightmare" ist der vierte Teil des Gruseladventures Alone in the Dark nun auch für die PlayStation 2 erschienen. Im September testeten wir bereits die PC-Version , die zwar mit einer spannenden Geschichte, aber nicht mit bahnbrechender Grafik aufwarten konnte.
/ Christian Klaß
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Die Geschichte ist bei beiden Versionen identisch: Der beste Freund des Privatdetektivs Edward Carnbys ist bei Ermittlungen auf Shadow Island unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen. Carnby nimmt Kontakt zu dem Kunden auf, der seinem ermordeten Freund diesen Auftrag erteilt hatte, und fliegt zum Ort des Geschehens. Begleitet wird er von der Wissenschaftlerin Aline Cedrac, einer junge Wissenschaftlerin und Expertin für altindianische Sprachen. Das Flugzeug stürzt jedoch kurz vor der Landung ab und die beiden werden getrennt.

Gleich zu Spielbeginn darf man wählen, ob man sich lieber als Detektiv Carnby oder als Aline Cedrac auf die Suche nach dem mysteriösen Bösen macht. Das Gameplay wird stark durch die Entscheidung beeinflusst: Während man als Carnby mehr seine Waffen als sein Gehirn gebrauchen muss, verlässt sich Cedrac eher auf ihr Geschick und darf das eine oder andere knifflige Rätsel lösen. Die beiden Charaktere, die zu Beginn des Spieles an unterschiedlichen Orten beginnen, treffen sich im Spielverlauf mehrmals, erleben aber prinzipiell andere Ereignisse, so dass es durchaus Sinn und Spaß macht, das Programm mit beiden Protagonisten nacheinander zu lösen.

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Die Grafik, die aus gezeichneten Hintergründen besteht, in welche die bewegten 3D-Charaktere eingeblendet werden, ist kaum von der PC-Version zu unterscheiden. Die vom Spieler nicht beeinflussbare "Kameraposition" sorgt mitunter für interessante Perspektiven und in Verbindung mit der Klangatmosphäre für gruselige Stimmung, führt aber leider auch zu einigen Problemen bei der Navigation des gewählten Charakters: Man sieht die Spielfigur zwar aus der Beobachter-Perspektive, steuert sie aber wie bei einem Ego-Shooter, so dass man mitunter – insbesondere beim Szenenwechsel – in die falsche Richtung läuft.

In brenzligen Situationen – etwa während eines Kampfes mit den zahlreich anzutreffenden Zombies oder sonstigem unheiligen Viechzeug – kann die Steuerung durchaus mal zum Einstecken von mehr Schlägen als nötig führen, wenn man sich unbeabsichtigt verhakelt. An diesem Manko leiden sowohl die PC- als auch die PS2-Version, wobei die Steuerung nach subjektivem Empfinden auf der PS2 für Alone-in-the-Dark-Neulinge etwas einfacher zu handhaben ist. Ein weiteres Manko im Zusammenhang mit der Verteidigung kommt da erschwerend hinzu: Wer zu viel der spärlich gesäten Munition verballert, kann nicht kämpfen, da hilft auch ein gefundenes Brecheisen nichts – es darf schlichtweg nicht als Waffe genutzt werden.

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Wer die brenzligen Situationen durch unablässiges Speichern von Spielständen entschärfen will, muss bei diesem Spiel ebenfalls etwas umdenken: Gespeichert werden kann nur mit gefundenen Amuletten, die eher selten zu finden sind. Beim Speichern und Laden von Spielständen ist auch der einzige augenfällige Unterschied zwischen PC und PS2 zu finden, da Letztere natürlich auf Speicherkarte sichert und auf selbiger genügend Platz vorhanden sein muss. Beim Weiterspielen hilft Infogrames einem aber nicht gerade, wieder den richtigen Spielstand zu finden, da diese nicht nach Aktualität, sondern nach Speicherposition sortiert sind.

Fazit:
Auch auf der PS2 kann Alone in the Dark The Nightmare in Hinsicht auf die Geschichte und den Gruselfaktor überzeugen, doch die Grafik und die unglückliche Steuerung verleiden einem das Ganze etwas. Trotzdem bleibt das Spiel eine solide Angelegenheit, die nicht nur Alone-in-the-Dark-Fans schlaflose Nächte bescheren dürfte.


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