FSF Europe: Freie Software statt Open Source

"Frei wie in Freiheit, nicht Frei wie in Freibier"

Freie Software wird mithin auch als "Open Source" bezeichnet. Dies sei in erster Linie einer Marketing-Kampagne der Open-Source-Initiative (OSI) zu verdanken, doch die Free Software Foundation Europe will nun wieder verstärkt den Begriff Freie Software in den Vordergrund rücken. Der Versuch, "Open Source" als Marke für Freie Software zu etablieren, sei fehlgeschlagen.

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Das Wort "free" bedeutet im Englischen neben "frei" auch "kostenlos", was im Business-Bereich nach Ansicht der OSI alles andere als geschäftsfördernd wirke. Stattdessen versuchte man den Begriff "Open Source" als Marke für Freie Software zu etablieren und damit mehr auf die offenen Quelltexte als auf die kostenlose Verteilung abzustellen. Die FSF, allen voran ihr Gründer Richard Stallman, war dieser Idee von Anfang an nicht sehr zugetan.

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Nun will der europäische Ableger der Free Software Foundation den Begriff "Freie Software" wieder stärker in den Mittelpunkt der Diskussion rücken. Der Argumentation um die Problematik des Begriffs "Frei" tritt die FSF Europe entgegen, denn in vielen anderen Sprachen gebe es getrennte Begriffe für "frei" und "kostenlos". Die Problematik im Englischen lasse sich durch entsprechende Erklärungen ausräumen, so die FSF.

Die Terminologie "Open Source" hingegen suggeriere, dass ein Zugriff auf den Quelltext besteht, doch "Freie Software" biete einen höheren Grad an Freiheit, Zugriff auf den Quelltext allein sei nicht ausreichend.

Viele Firmen hätten begonnen, ihre Produkte als "Open Source" zu bezeichnen, wenn auch nur ein Teil des Codes einsehbar ist. "Wir sollten nicht zulassen, dass Hersteller proprietärer Software den Enthusiasmus von Menschen auf diese Art und Weise ausnutzen", so die FSF, die ihrerseits Freie Software als die Freiheit definiert:

  • ein Programm zu jedem Zweck zu nutzen,
  • die Funktionsweise eines Programms zu studieren, um es den eigenen Bedürfnissen anzupassen,
  • Kopien zu verteilen,
  • ein Programm zu verbessern und diese Verbesserungen zu veröffentlichen, so dass die gesamte Gemeinschaft davon profitiert.
Damit bietet Freie Software einen Mehrwert gegenüber Open Source, der auch die Freiheit zu lernen und zu lehren, die Freiheit des Wettbewerbs und die freie Meinungsäußerung sowie die Freiheit zu wählen einschließt.

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Aus diesem Grund fordert die FSF Europe nun auf, den Begriff Open Source zu meiden und stattdessen von Freier Software zu sprechen.

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Frank 28. Mär 2003

Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie sich in unserer Branche die $-Mentalität breit...

Andreas Spengler 20. Nov 2001

Beide sind frei. Genau: Du profitierst von einem Stück Code unter GPL, da Du nicht von...

Geek 20. Nov 2001

So ungefähr. Hintergrund ist Wille die Freiheit zu erhalten und zu sichern. "Nehmen...

chojin 20. Nov 2001

tjoa, so läuft das mit der GPL eben, wenn du etwas vom Kuchen haben willst, musst du...



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