Nasdaq Europe und Berliner Börse gehen Partnerschaft ein

Zwei Schritte zur Schaffung einer gemeinsamen Handelsplattform

Die Nasdaq Europe und die Berliner Börse haben eine Partnerschaft bekannt gegeben - damit hat erstmalig ein internationaler Markt eine direkte Verbindung zum deutschen Aktienmarkt geschaffen. Die Partnerschaft, die auch einen gegenseitigen Aktientausch in Höhe einer signifikanten Minderheitsbeteiligung vorsieht, soll die Strategie von Nasdaq Europe ausweiten, Partnerschaften mit Schlüsselmärkten und Marktteilnehmern in Europa einzugehen.

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Dazu Dr. Jörg Walter, Vorstand der Berliner Börse: "Anleger können die Vorzüge des Market-Maker-Modells der Nasdaq nutzen, ohne dafür den Börsenplatz wechseln zu müssen: Sie erhalten in Berlin den besten Preis der beiden Börsen. Durch die Allianz mit dem Partner Nasdaq Europe haben private wie institutionelle Anleger, Emittenten und Marktteilnehmer künftig die Möglichkeit, von den Vorteilen beider Märkte zu profitieren. Berlin ist nun der erste deutsche Wertpapiermarkt mit internationaler Börsenbeteiligung. Der Weg zu einer schrittweise stärkeren Integration der beiden Börsen ist geebnet." John L. Hilley, Chairman und CEO von Nasdaq International Ltd., fügte hinzu: "Mit unserem Bündnis schaffen wir ein attraktives Angebot für den Anleger und eine zukunftsweisende Bereicherung für den Finanzplatz Deutschland. Beide Partner haben die gleichen Ziele und komplementäre Stärken. Berlin bietet der Nasdaq Europe den vollständigen Zugang zum deutschen Markt; die Nasdaq Europe hat ein überzeugendes Marktmodell, internationale Reputation und über ihre US-amerikanische Muttergesellschaft die weltweit stärkste IPO-Marke."

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Der Zugang zu wesentlichem Orderflow deutscher Investoren ist nach Angaben der Beteiligten für ausländische Börsen traditionell schwierig. Deutsche Anleger neigen dazu, den Handel auch internationaler Werte über deutsche Börsenplätze abzuwickeln. Dies liege zum Teil an der Anlegerkultur, aber auch an Transaktionskosten und rechtlichen Rahmenbedingungen. Auf Grund der Ergänzung beider Märkte soll die Verbindung mit der Berliner Börse die Möglichkeit bieten, den deutschen Orderflow anzuziehen.

Durch die Allianz mit Nasdaq Europe will die Berliner Börse zum Tor für den deutschen Handel in US-Werten werden. Für Nasdaq Europe soll diese Partnerschaft den sofortigen Zugang zum deutschen Aktienmarkt mit sich bringen. Die Einführung des Segments "Nasdaq Europe" an der Berliner Börse soll ein Handelssegment schaffen, das die Vorteile des Market-Maker-Systems mit den Stärken des deutschen ordergetriebenen Marktes verbindet. An der Nasdaq Europe konkurrieren die Market Maker einschließlich der Berliner Makler mit eigenen Preisofferten um Orders. Die günstigste Quotierung für den Investor, der so genannte Best Bid Offer, wird automatisch in das Orderbuch des jeweiligen Berliner Maklers überführt. Dadurch soll die Liquidität beider Märkte - Nasdaq Europe und Berliner Börse - gebündelt und die Preisqualität an der Berliner Börse erhöht werden.

Die Vereinbarung umfasst rund 200 deutsche und internationale Werte, in denen der größte Teil der Handelstätigkeit an den deutschen Börsen stattfindet. Die neue Handelsverbindung zwischen der Berliner Börse und der Nasdaq Europe soll es den Marktteilnehmern voraussichtlich im zweiten Quartal 2002 ermöglichen, von den Vorteilen des neuen Marktmodells zu profitieren.

Zu einem späteren Zeitpunkt ist geplant, die Partnerschaft noch weiter zu festigen - durch die Implementierung des elektronischen Handelssystems der Nasdaq Europe, ETS, als gemeinsames Handelssystem an der Berliner Börse. Dadurch wird ETS direkt mit Xontro verbunden, dem gemeinsamen technischen Orderleitsystem aller deutschen Börsen.

Um die Bedeutung dieser Partnerschaft zu unterstreichen, haben beide Seiten eine gegenseitige Minderheitsbeteiligung in Form eines Aktientausches vereinbart. Michael Sanderson, Nasdaq Europe, wird dazu in den Aufsichtsrat der Berliner Börse gewählt werden. Im Gegenzug wird Dr. Jörg Franke die Berliner Börse im Board von Nasdaq Europe vertreten.

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