TK-Unternehmen wollen 20 Milliarden DM weniger investieren
Auf Grund der erschwerten Marktzugangsbedingungen ziehen sich laut Dreyer eine Reihe von Investoren wie beispielsweise die Schweizer Swisscom aus dem deutschen Markt teilweise zurück. Insbesondere beim Direktanschluss im Ortsnetz verbuchen die Wettbewerber mit 0,8 von 45 Millionen Anschlüssen lediglich einen Marktanteil von 1,6 Prozent. Bei DSL gebe es damit de facto heute immer noch keinen Wettbewerb.
Nach Untersuchungen von Prof. Dr. Thorsten J. Gerpott, Inhaber des Lehrstuhls Planung und Organisation, Schwerpunkt Telekommunikationswirtschaft, Gerhard-Merkator-Universität Duisburg, sind alternative Zugangsnetze, welche die Kupfer-Anschlüsse der Deutschen Telekom im Ortsnetz ablösen könnten, auf mittlere Sicht in Deutschland auch nicht auszumachen. So haben sich Richtfunk-Anbieter wie Callino, Firstmark oder Arctel bereits aus dem Markt verabschiedet.
Dienste über Kabelnetze sind laut Gerpott nicht vor 2004 zu erwarten und Glasfaseranschlüsse allenfalls für größere Geschäftskunden interessant. Auch die TK-Angebote über das Stromkabel (Powerline) sind technisch und wirtschaftlich noch längst nicht marktreif und auch die UMTS-Mobilfunkzugänge werden nur schmalbandig (128 bis 144 Kbit/s) zur Verfügung stehen.
Zudem würden sie als fester Anschluss für die Datenübertragung im Vergleich zum Festnetz-Anschluss zu teuer sein. Immerhin sind nach Gerpotts Beobachtungen die Preise für Standardfestverbindungen (SFV) bei der Deutschen Telekom im vergangenen Jahr um bis zu 50 Prozent gefallen.
Bei den schmalbandigen Verbindungen (64 Kbit/s) fiel der Preisrückgang mit minus 4,2 Prozent bei den Standard-Preisen dabei deutlich geringer aus als bei den Breitband-Verbindungen, die in der Spitze bis zu 49,5 Prozent gefallen sind.
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