Studie zum Europamarkt für E-Procurement-Software erschienen

Spezialanbieter von E-Procurement-Software müssen um Führungsrolle bangen

Nach einer neuen Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan erwirtschaftet der europäische Markt für E-Procurement-Software gegenwärtig einen Jahresumsatz von 289,1 Millionen US-Dollar. Während einige Anbieter die Technologie für ein Nischenprodukt halten, das als eigenständige Software nicht überlebensfähig ist, kämpfen andere schon jetzt um die Schlüsselpositionen im Markt. Entscheidendes Argument für die Softwarelösungen zur Beschaffung von Gütern über das Internet sind die verbundenen Kosteneinsparungen. Laut Prognose könnte der Markt im Jahr 2007 bereits ein Volumen nahe der Milliarden-Umsatzgrenze haben.

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E-Procurement-Lösungen kommen vorrangig im Bereich Wartung, Reparatur und Betrieb zum Einsatz. Obwohl E-Procurement auch für andere Anwendungen angeboten wird, konzentriert sich der Markt nach wie vor stark auf den Wartungsbereich und die Beschaffung der benötigten Verbrauchsgüter.

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Wichtig für den Markterfolg sind Partner für komplementäre Angebote, für den Vertrieb und für das Katalog-Management. Der Aufbereitung der Kataloge kommt eine Schlüsselrolle zu. Dabei müssen Produktinformationen verschiedener Zulieferer zu einheitlichen Datenbeständen zusammengefasst werden. Erschwert wird diese Aufgabe durch konkurrierende Standards für die Auszeichnung von Kataloginformationen und den Datenaustausch. Als Lösung bietet sich der XML-Standard an, der mit einem gemeinsamen Datenformat die Basis für verschiedene individuelle Standards liefert.

Auf dem Markt dominieren bisher Spezialanbieter wie Ariba und Commerce One. Nach Eduardo Gonzalez, Research Analyst bei Frost & Sullivan, wird allerdings in Zukunft der Einfluss von Enterprise-Ressource-Planning-(ERP-) und Supply-Chain-Management-(SCM-)Anbietern deutlich zunehmen. Durch ihr Hinzukommen stieg die Gesamtzahl der europäischen Anbieter seit 1999 bereits von 24 auf 39. Die ERP- und SCM-Anbieter zeigen sich relativ unbeeindruckt von der weltweiten Wachstumsabschwächung, und sie dürften durch die Übernahme von Spezialanbietern von den Konsolidierungstendenzen auf dem Markt profitieren. Zu ihren Stärken zählt der Prozess der Vertikalisierung, der es ermöglicht, den branchenspezifischen Anforderungen besser zu entsprechen. Die Integration mit Back-Office-Systemen ist eine weitere wichtige Kundenanforderung, die für ERP-Anbieter spricht. Außerdem können sie ihren bisherigen Kundenstamm mit in das Geschäft einbringen. Marktführer ist derzeit Ariba gefolgt von Commerce One, Oracle, SAP, Izodia, i2 Technologies, Elcom, Clarus und iPlanet.

Anbieter mit einer gefestigten Kundenbasis, vertikalem Schwerpunkt und finanzieller Stabilität dürften ihre Position in den Jahren 2001 und 2002 ausbauen können. Allerdings sind Unternehmen mit einem solch markanten Profil rar. Frost & Sullivan weist darauf hin, dass verstärkt mit dem Argument der Kostenvorteile durch E-Procurement geworben werden muss. Weiterhin müssen Anbieter in der Lage sein, sich an einen schnell wandelnden Markt anzupassen. Nachdem zunächst nur Bestell- und Zahlungsvorgänge über das Internet abgewickelt wurden, wird nun allmählich der gesamte Beschaffungsprozess erfasst, und die meisten Anbieter gestalten ihre Lösungen entsprechend. Mit zunehmender Marktsättigung und steigenden Ansprüchen werden die Kunden schließlich nur noch solche E-Procurement-Lösungen akzeptieren, die sich optimal in ihre Lieferketten und Prozesse integrieren lassen. Der Titel der Studie lautet "The European E-Procurement Market". Sie ist bei Frost & Sullivan für 5.000,- Euro zu beziehen.

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Andreas 15. Nov 2001

Sehe ich genau so. Die Studien, die ausgegeben werden, sind tatsächlich zu teuer. Das...

Dirk 14. Nov 2001

Das ist schön und recht, aber wer gibt für eine Studie DM 10.000.- aus, die keine...



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