Umfrage: Große Zurückhaltung bei UMTS-Investitionen

Befragt, ob Privat- und Geschäftskunden bereit seien, für UMTS-Dienstleistungen zu zahlen, zeigten sich die Entscheider zuversichtlich. So rechnen 80 Prozent der Experten bei den Verbrauchern mit einer guten Zahlungsbereitschaft für den mobilen E-Mail-Verkehr. 77 Prozent sind davon überzeugt, mit dem mobilen Internetzugang Umsätze generieren zu können. Die Rentabilität wird wesentlich skeptischer gesehen: Die Mehrheit der Befragten erwartet lediglich bei Internet- und Informationsdiensten hinreichend hohe Deckungsbeiträge.

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UMTS sei vor allem im Firmenkundengeschäft für die Telekommunikations-Unternehmen attraktiv: Die Palette der UMTS-Dienste, für die sich die Kunden zahlungsbereit zeigen, ist bei privaten Kunden zwar um 17 Prozent größer als bei Geschäftskunden, die Deckungsbeiträge fallen jedoch bei Privatkunden deutlich geringer aus als bei Geschäftskunden. Im Firmensegment sehen 79 Prozent der Experten die Deckungsbeiträge, mit denen sich UMTS- und andere neuartige Dienste amortisieren werden. 11 Prozent der befragten Unternehmen planen deshalb zum Beispiel ein erweitertes mobiles Büro mit Zugriff auf den Desktop-PC.

Nur jeder Zehnte will auf eigene Faust in das UMTS-Geschäft einsteigen: Die große Mehrheit der UMTS-Investoren sucht nach Kostensenkungspotenzialen durch Kooperationen und Fusionen. Nach Unternehmensangaben betragen diese 30 bis 40 Prozent. Knapp vier von fünf Unternehmen suchen derzeit nach geeigneten Partnern. Jedes zweite Unternehmen spricht dabei Betriebe aus der eigenen Branche sowie der Informationstechnologie an. Branchenfremde Partner, die sich für die Erschließung weiterer bahnbrechender Anwendungen für innovative UMTS-Dienste eigneten, würden dagegen noch übersehen, so Mummert + Partner.

Die Studie beruht auf einer Befragung von 100 Top-Managern aus führenden Unternehmen der Branche im September 2001 durch PRIME research international. Zu beziehen ist der "Branchenkompass Telekommunikation" unter www.mummert.de für 75,- Euro.

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