Presse: ARD will trotz Kritik Internet-Auftritt verdoppeln
"Wir müssen uns jetzt positionieren, und dafür reicht das Geld, das uns die Gebührenkommission der Länder bewilligt hat, nicht aus. Deshalb haben wir uns darauf geeinigt, pro Jahr etwa 40 bis 55 Millionen Mark in den ARD-Online-Auftritt zu investieren" , sagte Raff.
Neben dem neuen Tagesschau-Portal, das ab dem 28. November 2001 alle ARD-Nachrichtenangebote von Hörfunk und Fernsehen bündelt, kann sich Raff, der auch Intendant des Saarländischen Rundfunks ist, durchaus weitere ARD-Pforten im Internet vorstellen: "Ich halte einen personellen und finanziellen Ausbau eines Sport-Portals für dringend notwendig; die Kür wäre dann noch ein ARD-Börsen-Portal. Entscheiden werden wir Ende November darüber."
Eine zusätzliche Internet-Gebühr ist laut Raff jedoch nicht geplant: "Ich finde in den nächsten Jahren eine einheitliche Gebühr pro Wohnung sinnvoller, die für alle Medien gilt."
Mit Blick auf den bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber, der der ARD jüngst Kommerzialisierung ihres Netzangebotes vorgeworfen hatte, sagte Raff im Hörzu-Interview: "Solche Äußerungen sind nicht immer sehr sachkundig. Ich empfehle vielen Politikern, sich einmal selbst an den PC zu setzen und unser Angebot in Ruhe anzusehen. Dann werden manche viel zurückhaltender sein in der Beurteilung des ARD-Internet-Auftritts."
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