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Bald 3-GByte-Disketten und Terabyte-Speicherbänder?

Fujifilm meldet Durchbruch mit "Nano Cubic"-Magnetbeschichtung. Nachdem IBM seine Pixie Dust getaufte Magnetschicht-Technologie vorgestellt hat und in Kürze erste damit ausgestattete Festplatten ankündigen will, folgt Fujifilm nun mit seiner "NANO CUBIC Technology". Mit Nano Cubic sollen beispielsweise 3-GByte-Disketten oder Speicherbänder mit einer unkomprimierten Kapazität von einem Terabyte möglich werden.
/ Christian Klaß
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Die neue Beschichtungs-Technologie soll die Kapazität von magnetischen Speichern exponentiell steigern. Zur Veranschaulichung: Auf ein Terabyte-Speicherband würden laut Fujifilm rund 200 Spielfilme in DVD-Qualität passen.

Nano Cubic nutzt einen hochakkuraten Beschichtungsprozess, der die Dicke einer magnetischen Schicht im Nanometer-Bereich kontrollieren kann. Dabei kommen zwei neue Typen magnetischer Partikel zum Einsatz, die beide nur Zehntel-Nanometer groß sind. So setzt Fujifilm sowohl nadelförmige ferromagnetische Metalllegierungs-Partikel als auch flache, sechseckige ferromagnetische Barium-Ferrit-Partikel ein. Ein spezielles organisches Bindemittel verteilt die Partikel gründlich in der Beschichtungslösung, so dass die fertige Magnetschicht eine gleichmäßige Struktur aufweist.

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Das Besondere an der neuen ultradünnen Nano-Cubic-Magnetbeschichtung ist, dass bestehende Beschichtungsanlagen nur leicht modifiziert werden müssen. Die Massenproduktion von Datenträgern mit Nano-Cubic-Technologie soll so kostengünstig umzusetzen sein. Fujifilm hat angekündigt, bereits mit Laufwerksherstellern an neuen Speicherprodukten zu arbeiten. In Entwicklung befinden sich neben High-End-Disketten auch verschiedene Magnetbandtypen, bis hin zu Broadcast- und Datensicherungslösungen für den professionellen Unternehmenseinsatz.

Nano Cubic ist nicht Fujifilms erster technologischer Durchbruch im Bereich Magnetbeschichtungen. 1992 hat das Unternehmen mit A dvanced super T hin layer and high O utput M etal M edia, kurz ATOMM, seinen ersten Erfolg gefeiert. Iomega beispielsweise setzt die Technologie auch heute noch bei seinen 250-MByte-Zip-Laufwerken ein, während Quantum sie für 20-GByte-Bandlaufwerke nutzt.


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