Deutsche halten E-Government für unsicher
Ist die digitale Übertragung persönlicher Daten für behördliche Zwecke notwendig, dann gehören die Deutschen im Vergleich zu den 27 untersuchten Ländern zu den größten Bedenkenträgern in Fragen der Sicherheit beim E-Government, gefolgt von Japanern und Franzosen mit jeweils 84 Prozent. In den Vereinigten Staaten halten 72 Prozent der Amerikaner das Internet für zu unsicher, wenn es um den Transfer persönlicher Daten geht. Weniger Bedenken haben die Bürger in den skandinavischen Ländern wie Finnland, wo 37 Prozent das Internet für sicher erachten, um auch sicherheitsrelevante Persönlichkeitsdaten via Web an ihre Behörde oder Verwaltung zu übermitteln. Ein Drittel der Dänen ist ebenfalls davon überzeugt, dass das E-Government in ihrem Land sicher ist.
"Die Ergebnisse zeigen, dass noch einige Zeit vergehen wird, bis die Bundesbürger Online-Dienstleistungen von Behörden selbstverständlicher annehmen und nutzen werden. Offensichtlich muss mehr getan werden, um in der Öffentlichkeit sicherzustellen, dass der Zugang und die Versorgung von behördlichen Online-Informationen sicher und vorteilhaft sein kann" , kommentierte Klaus-Peter Schöppner, Geschäftsführer von TNS EMNID, die Ergebnisse für Deutschland.
In Deutschland führte die Meinungsforschung von TNS EMNID die "Government-Online-Studie 2001" durch. Insgesamt wurden von den Sozial- und Meinungsforschern der Taylor Nelson Sofres-Gruppe 29.077 telefonische und Face-to-Face-Interviews in 27 Ländern im Zeitraum von Juli bis September 2001 durchgeführt. An der diesjährigen Studie haben teilgenommen: Australien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Hongkong, Indien, Indonesien, Japan, Kanada, Lettland, Litauen, Malaysia, Niederlande, Norwegen, Polen, Russland, Slowakei, Süd-Korea, Spanien, Taiwan, Tschechien, Türkei, Ungarn und die USA.
Eine Zusammenfassung des Report "Government-Online 2001" steht unter www.tnsofres.com/gostudy(öffnet im neuen Fenster) zum Download zur Verfügung.