Michael Schumacher muss Prozesskosten um Domainstreit zahlen

Rennsportportal triumphiert

Mitte August sorgte Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher für Aufregung, als er durch seinen Anwalt Dr. Nils Harder die Domain michas-formel1-site.de abmahnen ließ. Durch diese Adresse, unter der von Michael Stanka, einem 18-jährigen Schüler aus der Nähe von Stuttgart, ein Portal rund um die Formel 1 betrieben wird, sah Schumacher seine Namensrechte verletzt. Die Kosten für einen nach Meinung der Beklagten ohne ersichtlichen Grund angestrengten Rechsstreit muss der Ferrari-Pilot nach einer Entscheidung des Landgerichts Stuttgart vom 25.10.2001 nun selbst tragen.

Artikel veröffentlicht am ,

Michael Schumacher sah sich durch den Namensteil "micha" in der umstrittenen Domain in seinem Namensrecht verletzt. Über seinen Anwalt ließ er erklären, dass durch Werbebanner auf der Seite der Eindruck entstehe, dass Michael Schumacher dieses Projekt autorisiert habe. Im Verlauf ließ Schumacher dann auch noch das Satiremagazin AdvoGraf abmahnen, dessen Berichterstattung ihm eine Fülle negativer Presse eingebracht hatte.

Stellenmarkt
  1. IT-Administrator:in Client Management (m/w/d)
    Agravis Raiffeisen AG, Münster
  2. Key User ERP (m/w/d)
    Hays AG, Kempten
Detailsuche

Schumacher beantragte gegen die Penco Elektronik GmbH, die als Contentprovider für das angegriffene Rennsportportal fungiert, vor dem Landgericht Stuttgart eine einstweilige Verfügung. In dieser wurde der Penco GmbH untersagt, unter der Domain michas-formel1-site.de weiterhin Werbung für das eigene Unternehmen zu machen, sofern nicht hervorgehoben werde, dass ein "Michael" (Rufname: Micha) für dieses Projekt verantwortlich sei.

Dieser Forderung kam man auch umgehend nach. Einzig Herausgeber Micha Stanka war nicht gerade erbaut: "Ich will doch nur eine Infoseite für Fans der Formel 1 machen und nicht dauernd meinen Namen in der Zeitung lesen", erklärte der Schüler. Die eigentliche Abmahnung hingegen wurde von Schumacher faktisch zurückgenommen: Mit Anwaltschreiben vom 05.09.2001 ließ er erklären, dass man "ohne Aufgabe von Rechtsstandpunkten, gleichwohl rechtsverbindlich" nicht mehr auf die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung bestehe. Dort war bei Androhung einer Vertragsstrafe von 10.500 DM für jeden Einzelfall verlangt worden, die strittige Domain umgehend freizugeben und es zu unterlassen, unter dieser Domain Werbung für die Penco GmbH zu schalten.

Doch offensichtlich rechnete man auf Klägerseite nicht mit den Tücken der Zivilprozessordnung, genauer mit § 93 der Zivilprozessordnung. Der besagt, verkürzt dargestellt, dass auf den Kosten eines Rechtsstreits sitzenbleibt, wer einen anderen ohne Anlass vor Gericht zieht.

Die Justiz beschäftigt der Formel-1-Pilot übrigens auch weiterhin: Am 6.11.2001 verhandelt das OLG Hamm zur Frage, wer die Kosten für den Streit um die Domain schumacher.de zu tragen hat.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Wolfgang 27. Sep 2003

Ich glaube die ganze sache geht von seinem manager weber aus. Ein ganz fieser typ, der...

Kolda 05. Dez 2001

Ich glaube so war es. Den Anwälten ist ein Prozess immer lieb. Da kann man kassieren...

Didi@nus 13. Nov 2001

Liegt es nicht im Bereich der Möglichkeit, daß Herr Schuhmacher von dem ganzen Trara erst...

Hubert 13. Nov 2001

Es wird Zeit das die Aroganz des Herren Schumacher endlich die richtige gegewehr findet...

UweW.32 08. Nov 2001

So wie es ausschaut darf demnächst wohl jeder der Schumacher heisst wohl mit einer...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Datenleck
Daten von 106 Millionen Thailand-Reisenden geleakt

In einer ungeschützten Datenbank fanden sich die Daten der Thailand-Reisenden aus den letzten zehn Jahren - inklusive Reisepassnummern.

Datenleck: Daten von 106 Millionen Thailand-Reisenden geleakt
Artikel
  1. Shang-Chi and the Legend of the 10 Rings: Marvel-Film kommt später als erwartet zu Disney+
    Shang-Chi and the Legend of the 10 Rings
    Marvel-Film kommt später als erwartet zu Disney+

    Disney bringt Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings nicht bereits 45 Tage nach dem Kinostart zu Disney+, sondern erst einen Monat später.

  2. Eli Zero: Kleines E-Auto mit Türen und Fenstern kostet 12.000 Euro
    Eli Zero
    Kleines E-Auto mit Türen und Fenstern kostet 12.000 Euro

    Das minimalistische, vierrädrige Elektroauto Eli Zero soll für rund 12.000 Euro nach Europa kommen. Der Zweisitzer erinnert an den Smart.

  3. Einstieg ins Data Engineering mit Apache Spark
     
    Einstieg ins Data Engineering mit Apache Spark

    Im Bereich Data Engineering hat sich Apache Spark zum Standard entwickelt. Ein Zwei-Tage-Workshop der Golem Akademie erleichtert Big-Data-Einsteigern die Arbeit mit dem mächtigen Werkzeug.
    Sponsored Post von Golem Akademie

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Black Week bei NBB: Bis 50% Rabatt (u. a. MSI 31,5" Curved WQHD 165Hz 350€) • Thermaltake Level 20 RS ARGB Tower 99,90€ • Gran Turismo 7 25th Anniversary PS4/PS5 vorbestellbar 99,99€ • Alternate-Deals (u. a. Cooler Master Gaming-Tastatur 59,90€) • PS5 bei Amazon zu gewinnen [Werbung]
    •  /