Body Area Network - Medizinische Daten per Funk
Wenn sich intensiv betreute Krankenhauspatienten im Schlaf drehen und wenden, können sie einen Kabelsalat verursachen oder durch versehentlich gelösten Sensor schlafstörenden Alarm auslösen. Mit BAN sollen die Sensoren Daten wie Blutdruck, Herzschlag oder Körpertemperatur drahtlos übermitteln und somit derartige Probleme vermeiden.
"Das BAN kann man sich so vorstellen, als sei der Patient von einer Aura von Daten umgeben" , beschreibt Ingenieur René Dünkler, Marketingleiter am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS, das Netzwerk. "Die verschiedenen Sensoren besitzen nur eine geringe Reichweite und funken ihre Messwerte an ein Kästchen, das am Gürtel getragen wird. Von dort reisen die Daten zu einer Basisstation, die auch in der Wohnung des Patienten aufgestellt werden kann. Denkbar ist, dass der Arzt dann die Daten via Internet auf den Bildschirm bekommt."
Ein weiterer Vorteil bestehe in der Flexibilität von BAN: Der für drahtgebundene Geräte verwendete VITAL-Standard ist integriert, so dass die bestehende Ausrüstung weiterhin verwendet werden kann – die Kabel werden lediglich durch Funkübertragung ersetzt. Auch die Bluetooth-Technologie soll in BAN eingebunden werden können. Das BAN-Übertragungsprotokoll soll sicherstellen, dass die Funkdaten dem richtigen Patienten zugeordnet sind und nicht von dessen Nachbarn stammen.
Ein erstes funktionsfähiges BAN-System, das aus mehreren Komponenten besteht, soll auf der Messe MEDICA (21.-24. November, Halle 10, Stand D36) in Düsseldorf der Öffentlichkeit vorgeführt werden.
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