Forrester: Deutscher Online-Werbemarkt hinter Erwartungen

Mangelnde Professionalität auf Seiten der Website-Betreiber und Vermarkter

Die Entwicklung des deutschen Online-Werbemarktes ist hinter den Wachstumsraten des letzten Jahres und den hohen Erwartungen für dieses Jahr zurückgeblieben, hat Forrester Research in einer Studie ermittelt. Mit einem Wachstum des Online-Werbeumsatzes von 36 Prozent auf 148 Millionen Euro gegenüber 2000 zeige der Trend aber weiter nach oben.

Artikel veröffentlicht am ,

Für die nächsten vier Jahre prognostizieren die Forrester-Analysten ein durchschnittliches Wachstum des Werbemarktes von jährlich 46 Prozent auf 674 Millionen Euro in 2005. Der Anteil des Online-Werbeumsatzes am gesamten Werbevolumen in Deutschland werde somit von 0,6 Prozent in 2000 auf 3 Prozent in 2005 steigen. In ihrer Bedeutung schließe Online-Werbung dann zu Werbeträgern wie Plakaten und Fachzeitschriften auf.

Stellenmarkt
  1. ERP-Projektleiterin / Projektleiter (m/w/d)
    Dipl.-Ing. Schindler & Wagner GmbH & Co. KG, Plüderhausen
  2. Senior Consultant Digital Enabling Service: Prozesse (m/w/d)
    BWI GmbH, deutschlandweit
Detailsuche

Die Branchenverteilung der Werbetreibenden ist aber laut Forrester weiter unausgeglichen: In diesem Jahr würden über 45 Prozent des gesamten Online-Werbevolumens auf die Medienindustrie, Finanzdienstleister sowie den Tourismussektor entfallen. Sie zählten zu den Pionierbranchen in der Online-Reklame, da ihre Produkte direkt nach dem Bannerklick konsumiert bzw. bestellt werden können. Die sonst sehr stark werbende Konsumgüterindustrie sei jedoch weiterhin zurückhaltend. "Die Konsumgüterhersteller werden erst 2005 voll einsteigen, wenn zwei Drittel aller Personen im Alter von 16 Jahren und älter online sind", ist Jörg Nußbaumer, Analyst bei Forrester Research, überzeugt.

Internetwerbung ist ein noch junger Markt und zugleich ein Käufermarkt, in dem viele unerfahrenen Anbieter um wenige etablierte Werbekunden buhlen, so Forrester. Dies führe dazu, dass trotz stark steigender Reichweiten im Internet die erzielbaren Preise beispielsweise für die Standardwerbeform Banner sinken. Zentrales Problem der Website-Betreiber und -Vermarkter sei hier deren mangelnde Professionalität, denn die existierenden Preismodelle wiesen nicht die gewünschte Transparenz auf und seien schwer nachvollziehbar.

Darüber hinaus sind Forrester zufolge selbstverständliche Planungsdaten wie Nettoreichweiten sowie Instrumente zur Messung der Werbewirkung nur unzureichend vorhanden. Insbesondere für die Topwerbetreibenden der Markenartikelindustrie sind dies Gründe genug, ihr Geld vorerst noch in klassische Werbung zu investieren und ihre Marken nur auf den eigenen Websites zu kommunizieren.

Golem Akademie
  1. Adobe Photoshop Grundkurs: virtueller Drei-Tage-Workshop
    23.-25.05.2022, Virtuell
  2. Adobe Photoshop für Social Media Anwendungen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    29./30.06.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

"Das gesamte Spektrum der Onlinemedia-Analyse steckt noch in den Kinderschuhen, was angesichts des jungen Marktes nicht überrascht", so Nußbaumer. Planungsagenturen, Website-Betreiber und Vermarkter sieht Nußbaumer gefordert, um die von Print- und TV-Anbietern verwöhnten Werbetreibenden mit Hilfe solider und datenbasierter Mediadaten für die Online-Werbung zu gewinnen. Eine am Print-Bereich orientierte Mediaanalyse der Websites müsse das Ziel sein.

Zur Messung der Werbeerinnerung und damit des Branding-Erfolges von Online-Werbemaßnahmen empfiehlt Nußbaumer, ergänzende Befragungen durchzuführen. Verzögerte Reaktionen auf Werbeschaltungen können mit Cookies erfasst werden. Grundsätzlich sollte Online- und Offline-Werbung zeitlich und inhaltlich aufeinander abgestimmt sein, dann könne mit Hilfe von Pilottests die Werbewirkung der jeweiligen Werbeform und des Mediums präzise evaluiert werden.

Die Forrester-Analysten schätzen, dass auf der Anbieterseite die steigende Akzeptanz von Online-Werbung und der hohe Koordinierungsbedarf der medienübergreifenden Maßnahmen dazu führen wird, dass Mediaagenturen wieder zur Integration ihrer Online-Töchter gezwungen sind und Vermarkter nicht mehr nur auf die Rolle des Werbeflächenvermarkters reduziert werden.

Für die Studie sprach Forrester Research mit 35 Werbetreibenden, Online-Vermarktern, Mediaagenturen sowie Marktforschungs- und Beratungsunternehmen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Kitty Lixo
Nach Sex mit Mitarbeitern Instagram-Account zurückerhalten

Laut einer Sexdarstellerin muss man nur die richtigen Leute bei Facebook sehr intim kennen, um seinen Instagram-Account immer wieder zurückzubekommen.

Kitty Lixo: Nach Sex mit Mitarbeitern Instagram-Account zurückerhalten
Artikel
  1. Ebay-Kleinanzeigen: Im Chat mit den Phishing-Betrügern
    Ebay-Kleinanzeigen
    Im Chat mit den Phishing-Betrügern

    Wenn man bestimmte Anzeigen in Kleinanzeigenportalen aufgibt, hat man sofort einen Betrüger an der Backe. Die Polizei kann kaum etwas dagegen tun.
    Ein Bericht von Friedhelm Greis

  2. Autos: Mercedes' Luxuskurs könnte das Aus für A- und B-Klasse sein
    Autos
    Mercedes' Luxuskurs könnte das Aus für A- und B-Klasse sein

    Mercedes definiert sich neu als Luxuskonzern. Das könnte auch das Ende für die Einsteiger-Modelle bedeuten, weil mit diesen kaum Geld zu verdienen ist.

  3. Ericsson und Telia Norway: Fast 4 GBit/s in 26-GHz-Netz erreicht
    Ericsson und Telia Norway
    Fast 4 GBit/s in 26-GHz-Netz erreicht

    26-GHz-Netz-Antennen erreichen in Norwegen Höchstwerte bei der Datenübertragung. Die 5G-Ausrüstung kommt von Ericsson.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 87€ Rabatt auf SSDs • PNY RTX 3080 12GB günstig wie nie: 974€ • Razer Basilisk V3 Gaming-Maus 44,99€ • PS5-Controller + Samsung SSD 1TB 176,58€ • MindStar (u. a. MSI RTX 3090 24GB Suprim X 1.790€) • Gigabyte Waterforce Mainboard günstig wie nie: 464,29€ [Werbung]
    •  /