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Erste Tranche von 10.000 Green Cards weitgehend vergeben

Hoch qualifizierte IT-Experten weiterhin gesucht

In diesen Tagen werden die letzten Green Cards aus der ersten Tranche von 10.000 Stück zugeteilt. Ein zweites Kontingent von abermals 10.000 Green Cards wird voraussichtlich in der kommenden Woche freigegeben. Vor diesem Hintergrund zieht der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) eine positive Zwischenbilanz des Projekts.

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Die Green Card habe geholfen, die besondere Schwäche des deutschen Bildungssystems im IT-Bereich abzufedern und den Arbeitsmarkt zu stärken. Mit der Green Card seien der deutschen Wirtschaft mehr IT-Spezialisten zur Verfügung gestellt worden, als das gesamte deutsche Hochschulsystem im gleichen Zeitraum ausgebildet habe. Bitkom-Vizepräsident Jörg Menno Harms forderte die Politik auf, das Green-Card-Konzept zu optimieren und weiterzuentwickeln.

"Die Green Card macht nur dann dauerhaft Sinn, wenn sie möglichst bald in ein Zuwanderungsgesetz eingebettet wird", appellierte Harms. Ein kurzfristig zu behebender Nachteil der deutschen Arbeitserlaubnis sei die Begrenzung auf fünf Jahre. Klare und langfristig stabile Regelungen im Bereich der Arbeitsmigration würden nur durch ein Zuwanderungsgesetz abgesichert. Als positiven Nebeneffekt bewertet Bitkom den Umstand, dass die Green Card das Interesse von Schulabgängern an Informatikstudiengängen deutlich gesteigert hat. Allein im Jahr 2000 stieg die Zahl der Studienanfänger im Studienbereich Informatik von 28.000 auf 38.000. Insbesondere im Bereich IT-Sicherheit fehlen weiterhin hoch qualifizierte Fachkräfte, die kurz- und mittelfristig vom deutschen Bildungssystem nicht zur Verfügung gestellt werden können. Bisher bieten lediglich zwei Hochschulen entsprechende Studiengänge an.

Harms plädierte des Weiteren für eine differenzierte Betrachtung des ITK-Arbeitsmarkts. Abbau von Arbeitsplätzen an der einen Stelle und Suche nach hoch qualifizierten Mitarbeitern an der anderen Stelle stünden im gleichen Unternehmen oft Seite an Seite. Die Herausforderung bestehe nun vor allem darin, die wachsenden Branchensegmente durch ein internationales Recruitment zu stärken, damit Wertschöpfung in Deutschland gehalten werden könne. Dass auch in der aktuell schwierigen konjunkturellen Lage der Bedarf an internationalen Spitzenkräften da ist, zeigt die ungebremste Nachfrage der Wirtschaft nach Green-Card-Inhabern. Derzeit werden jede Woche 100 der begehrten Papiere vergeben. Die Bitkom-Experten gehen davon aus, dass die Beschäftigung in der ITK-Branche auch künftig steigen werde. "Das im Vergleich zum Vorjahr moderate Wachstum ist eine Delle in einem mittelfristig stabilen Wachstumspfad", so der Bitkom-Vize. "Wenn uns jetzt die Besten abwandern, fehlen uns die Fachkräfte dann, wenn die Konjunktur wieder stärker anzieht", warnt Harms.

Die ITK-Industrie hat mit der Green Card die Vorreiterrolle für die Öffnung und Flexibilisierung des deutschen Arbeitsmarkts übernommen. Andere Branchen hatten sich den Bitkom-Forderungen rasch angeschlossen. Die Zukunftschancen der ITK-Industrie motivieren zunehmend Abiturienten, ein Studium der Informatik aufzunehmen. Gleichzeitig verzeichnen Nachbardisziplinen deutliche Einbußen. Für die Zukunft sei es daher nun entscheidend, grundsätzlich mehr Schulabgänger für eine Tätigkeit im natur- und ingenieurwissenschaftlichen Bereich zu gewinnen. Hohe Abbrecherzahlen führten vor allem im Studienbereich Informatik zu abnehmenden Diplomandenzahlen auf den Tiefststand von 5.500 im Jahr 2000, während die Zahl der Studienanfänger steigt.


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Michael Schmid 29. Okt 2001

Ich bin tief entsetzt über die anhaltende Dummheit der Schröder-Regierung. Dank Eichels...

Semira 29. Okt 2001

Finde ich super! Wenigstens brauchen sich jetzt die deutschen Arbeitskräfte wegen...



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