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Kreditinstitute vernachlässigen Firmenkunden im Internet

Bis 2003 wird sich die Nachfrage nach bankfremden Serviceleistungen verdoppeln

Das digitale Geschäft der deutschen Banken mit ihren Firmenkunden hinkt der rasanten Entwicklung des Internets deutlich hinterher. Größtes Defizit: fehlende Leistungsangebote im Internet. Um wichtige Firmenkunden zu binden, müssen die Banken das Internet als Vertriebsweg vorantreiben. Zu diesem Ergebnis kommt die Mummert und Partner Unternehmensberatung in einer Umfrage unter Experten von 34 Banken und Sparkassen.

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Nach Meinung der befragten Experten kommt dem Internet im Firmenkundengeschäft eine entscheidende Rolle zu. Der wichtigste Vorteil: Als Vertriebsplattform ermöglicht es maßgeschneiderte Serviceangebote. Doch bei der Umsetzung hapert es: virtuelle Filialen beschränken ihr Onlineangebot meist auf standardisierte Basisdienstleistungen wie Zahlungsverkehr und Wertpapiergeschäft.

In allen Angebotsbereichen - klassische, banknahe und bankfremde Angebote - räumen die befragten Bankexperten der Kundenbindung höchste Priorität ein. Dabei steht die Onlineberatung ganz oben auf ihrer Wunschliste. Derzeit wird diese aber nur von 35 Prozent der Banken angeboten. Auch die bankfremden Serviceangebote bergen noch erhebliche Potenziale: Bis 2003 wird sich die Nachfrage nach diesen Angeboten mehr als verdoppeln. Die elektronische Rechnungstellung und Zahlungsabwicklung beispielsweise werden von den Experten mit einem Nachfrageplus von 80 Prozent am stärksten priorisiert. Bei der elektronischen Warenbeschaffung soll die Nachfrage um 70 Prozent steigen.

"Den Banken drohen Kundenverluste, wenn sie kundenorientierte Zusatzservices im Internet vernachlässigen - Serviceschwächen, die dem internationalen Wettbewerb den Einstieg in den deutschsprachigen Firmenkundenmarkt erleichtern", so Wilhelm Alms, Vorstandsvorsitzender der Mummert und Partner Unternehmensberatung AG.

Trotz allem: Die Bereitschaft der Kreditinstitute, in klassische Bankangebote zu investieren, liegt um 28 Prozent höher als ihr Wille, bankfremde Mehrwertdienste anzubieten. Dabei wird beispielsweise für klassische Transaktionen exakt dieselbe Nachfragesteigerung erwartet wie für bankfremde Services. Insgesamt zeigen die Großbanken eine höhere Investitionsbereitschaft als beispielsweise die Sparkassen. Die Ursache hierfür liegt in der ungleichen Firmenkundenstruktur.


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srcdbgr 29. Okt 2001

Sie schreiben: " Der wichtigste Vorteil: Als Vertriebsplattform ermöglicht es ma...



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