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Studie: Deutsche Telekom AG gewinnt Marktanteile zurück

Verbindungsminuten auf Rekordhoch, Festnetz-Umsatz rückläufig

Die bereits im vergangenen Jahr beobachtete Entwicklung hat sich 2001 weiter verschärft: Obwohl das Volumen des täglichen Telekommunikations-Aufkommens im Festnetz auf Rekordhöhe steigt, ist der Umsatz in diesem Bereich rückläufig und wird im Berichtsjahr sogar das Vorjahresergebnis unterschreiten. So lautet das Ergebnis einer Studie, die nunmehr zum dritten Mal von der Unternehmensberatung Dialog Consult und dem VATM basierend auf einer im Juli 2001 durchgeführten Befragung der VATM-Mitgliedsunternehmen erstellt wurde, deren Ergebnisse auf die Gesamtbranche hochgerechnet wurden.

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Zwar können die neuen Carrier ihren Umsatz im Festnetz noch leicht erhöhen, die Deutsche Telekom AG (DTAG) verliert jedoch trotz steigender Verbindungsminuten in diesem Jahr voraussichtlich fast 2 Milliarden Euro. "Bringt man Festnetz-Umsatz und -Volumen in Relation zueinander, so wird deutlich, dass der Ex-Monopolist auch in diesem Jahr den Verdrängungswettbewerb über die Preise fortsetzt und Erhalt oder Gewinn von Marktanteilen sogar durch massive Umsatzrückgänge erkauft", so Dr. Joachim Dreyer, Präsident des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM).

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  1. Studie: Deutsche Telekom AG gewinnt Marktanteile zurück
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So kann die DTAG im Fernbereich sogar Marktanteile von ihren Wettbewerbern zurückerobern, und auch im Ortsnetzbereich behauptet sie fast unverändert ihr De-facto-Monopol. "Der Wettbewerb im deutschen Telekommunikationsmarkt tritt also auch im vierten Jahr seit seiner Liberalisierung auf der Stelle", so Dr. Joachim Dreyer. "Schlimmer noch, die Remonopolisierung hat eindeutig begonnen. Die vom VATM bereits vor einem Jahr befürchtete Entwicklung findet ihre Bestätigung in den heute veröffentlichten Zahlen."

Tendenziell positiv für die neuen Carrier entwickelt sich das Verbindungsaufkommen, wenngleich auch hier das marktbeherrschende Unternehmen von den Zuwächsen am deutlichsten profitieren konnte. "Erfreulich ist auch die Tendenz hin zu mehr Kundenbindung im Bereich Preselection und Festanschluss. Hier haben sich die Kundenzahlen fast verdoppelt", so Dr. Dreyer. Federn gelassen hat allerdings Call-by-Call als wichtiger Einstiegsmarkt für den Wettbewerb. Die gestiegenen Kosten in diesem Segment (Inkassoentscheidung) machen Call-by-Call für die Unternehmen zunehmend unwirtschaftlich und letztlich auch für die Kunden unattraktiv. Statt der 11,5 Millionen Kunden 2000 nutzen nur noch gut 7 Millionen diese Möglichkeit des Netzzugangs im laufenden Jahr.

Der Gesamtmarkt für alle Telekommunikationsdienste in Deutschland, also ohne Endgeräte und Breitbandkabel, verzeichnet im laufenden Jahr 2001 gegenüber dem Vorjahr erneut ein wenn auch verringertes Wachstum. Von 55,2 Milliarden Euro steigt der Umsatz mit Telekommunikationsdiensten in diesem Jahr voraussichtlich auf 62,6 Milliarden Euro, was nur noch einem Plus von 13 Prozent (Vorjahr: +30 Prozent) entspricht. Davon wurden 29,8 Milliarden Euro oder 47,6 Prozent von den neuen Carriern erwirtschaftet. Sie konnten im Vergleich zum Jahr 2000 ihren Umsatz um 27,8 Prozent steigern, während der Ex-Monopolist hier um lediglich 2,8 Prozent auf 32,8 Milliarden Euro zulegen konnte. Dies entspricht einem Marktanteil von noch 52,4 Prozent (Vorjahr 57,8 Prozent). Relativiert wird das auf den ersten Blick positive Ergebnis allerdings auf Seiten der neuen Carrier durch die Tatsache, dass 86,6 Prozent ihrer ausgewiesenen Umsätze auf das Mobilfunkgeschäft entfallen und lediglich 13,4 Prozent, das sind 4,0 Milliarden Euro, mit Festnetz- und Datendiensten erzielt werden.

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Mit 27,4 Milliarden Euro erwirtschaftet die Branche voraussichtlich wertmäßig 5,8 Prozent weniger als 2000 (29,1 Milliarden Euro). Während die neuen Carrier ihren Umsatz von 3,9 Milliarden Euro auf 4,0 Milliarden zumindest leicht steigern können (+2,6 Prozent), verliert die DTAG der Studie zufolge gegenüber dem Vorjahr sogar 7,1 Prozent ihres Festnetzumsatzes. Der Anteil der neuen Carrier steigt hierdurch von 13,4 auf 14,6 Prozent.

Anders die Entwicklung des Festnetzdienste-Bereiches bezogen auf das Verkehrsvolumen. Hier ergibt sich bei den Verbindungsminuten pro Tag erneut eine Zunahme von 763 Millionen in 2000 auf 895 Millionen im Berichtsjahr (+ 17,3 Prozent). Die Anzahl der über die neuen Carrier pro Tag abgewickelten Verbindungsminuten steigt zwar von 163 auf 204 Millionen (+ 25,1 Prozent) und damit prozentual stärker als der Gesamtmarkt oder das Volumen der DTAG (+ 5,1 Prozent). Dies hat jedoch leider kaum Auswirkung auf die Entwicklung ihres Marktanteils, der sich im laufenden Jahr nur unwesentlich von 21,4 auf 22,8 Prozent erhöht.

Unverändert unbefriedigend für die Wettbewerbsunternehmen gestaltet sich die Situation bei den reinen Ortsverbindungen. Zwar können die neuen Carrier das über sie abgewickelte Aufkommen von im Vorjahr 4 Millionen auf nunmehr 6 Millionen Verbindungsminuten pro Tag steigern. Dies ist aber nur halb so viel wie die DTAG im Vergleichszeitraum hinzugewinnen konnte und bringt bei einem Gesamtvolumen von 374 Millionen Minuten nur einen Marktanteilsgewinn von 0,5 Prozentpunkten auf 1,6 Prozent.

Im Bereich der Fernverbindungen, der bezogen auf die Verbindungsminuten pro Tag von 395 Millionen in 2000 auf voraussichtlich 521 Millionen (+31,9 Prozent) im Berichtsjahr wachsen wird, hat die DTAG sogar Marktanteile von den neuen Carriern zurückerobert. Die Anzahl der über die DTAG abgewickelten Verbindungsminuten steigt hier von im vergangenen Jahr 236 Millionen auf nunmehr 323 Millionen Minuten (+36,9 Prozent), während ihre privaten Wettbewerber von 159 Millionen Minuten in 2000 auf 198 Millionen Minuten (+24,5 Prozent) im laufenden Jahr zulegen werden. Die Marktverteilung entwickelt sich also im Fernbereich zu Gunsten des Ex-Monopolisten, der nach 59,7 Prozent im Vorjahr heuer 62,0 Prozent für sich verbuchen kann.

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